Konjunktur im Handwerk leicht gebremst - optimistischer Blick in die Zukunft
25. Oktober 2007
Der Konjunkturindikator des Handwerks in der Region Heilbronn-Franken hat im dritten Quartal nicht das sehr hohe Niveau des Vorjahres erreicht. Mit einem Stand von 39,7 Punkten liegt der Indikator aber dennoch über dem langjährigen Mittel. Dies hat die aktuelle Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Heilbronn-Franken unter ihren rund 11.700 Mitgliedsbetrieben ergeben.
Die Handwerksbetriebe der Region Heilbronn-Franken beurteilen ihre Geschäftslage weiterhin als positiv. Dies gilt vor allem für das Ausbaugewerbe und für Handwerker, die für den gewerblichen Bedarf produzieren. Insgesamt geben 47 Prozent der Betriebe an, dass ihre derzeitige Geschäftslage gut sei. Eine solche positive Bilanz schlägt sich auch in der Beschäftigungspolitik der Unternehmen nieder. Im dritten Quartal 2007 haben 16 Prozent der befragten Unternehmen neue Mitarbeiter eingestellt. Dieser Trend wird sich laut Umfrage auch in den nächsten Monaten fortsetzen.
"Das Handwerk ist mehr denn je ein wichtiger Jobmotor. Damit dies so bleibt, müssen weitere Reformen zur Entlastung der Betriebe durchgeführt werden. Kurzfristig umgesetzt werden kann die Senkung des Arbeitslosenversicherungsbeitrages. So kommen die Mehreinnahmen der Arbeitsagentur auch dort an, wo sie hingehören, nämlich in den Taschen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer", so Handwerkskammerpräsident Ulrich Bopp.
Die leichte Schwächung der Konjunktur macht sich bei den Auftragseingängen und bei der Umsatzentwicklung bemerkbar. Im Vergleich zum Vorjahr können sich nicht mehr ganz so viele Betriebe über Steigerungen freuen. Der Blick in die Zukunft bleibt gleichwohl optimistisch - jedes dritte Unternehmen geht davon aus, dass bis zum Jahresende mehr Aufträge eingehen werden. Noch mehr Betriebe (40 Prozent) rechnen damit, dass sich die Umsätze erhöhen.