Konjunktur im Handwerk der Region Heilbronn-Franken: Schwierige Lage bisher ganz gut gemeistert
23. Januar 2009
Ende des vergangenen Jahres haben die Handwerksbetriebe der Region Heilbronn-Franken die ersten Anzeichen einer schwächer werdenden Konjunktur zu spüren bekommen. Dennoch haben sie die schwierige Lage bisher ganz gut gemeistert. Die Entwicklung im Jahr 2009 schätzen sie eher pessimistisch ein. Dies hat die aktuelle Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Heilbronn-Franken unter ihren rund 11.700 Mitgliedsbetrieben ergeben.
Die Umsatzentwicklung im Handwerk verlief im vierten Quartal 2008 recht ordentlich. Gut 42 Prozent der befragten Betriebe verzeichnen einen Umsatzzuwachs. Gleichzeitig berichtet jeder vierte Handwerker über zurückgehende Umsätze. Die Betriebsauslastung sowie die Investitionstätigkeit haben sich gegenüber dem Vorjahr leicht verschlechtert.
Bei den Auftragseingängen konnten die guten Werte des Vorjahres nicht erreicht werden. 19 Prozent der hiesigen Handwerker vermelden einen Zuwachs bei den Auftragseingängen. Im Vorjahr waren es noch 26,5 Prozent. Zudem berichten mehr Betriebe über ein Auftragsminus.
31 Prozent der Handwerker beurteilen ihren aktuellen Geschäftsverlauf als gut, 22,1 Prozent sind mit ihrer Geschäftslage unzufrieden. Für die kommenden Monate sind die Betriebe wenig zuversichtlich. Gut jeder fünfte Betrieb geht davon aus, dass die Lage schlechter wird. So fällt der Konjunkturindex, der aus den Beurteilungen der Geschäftslage und der Erwartungen gebildet wird, auf einen Stand von 4,4 Zählern. Im Vorjahresquartal lag der Index noch bei 22,2 Zählern.
Trotz der schwierigen Aussichten haben die Handwerker in den beschäftigungsschwachen Wintermonaten ihre Einstellungsbereitschaft nicht verloren. Sogar mehr Betriebe als im Vorjahr haben neue Mitarbeiter eingestellt und weniger Betriebe mussten Entlassungen vornehmen. 7,5 Prozent der Unternehmen möchten im ersten Quartal 2009 ihre Mitarbeiterzahl aufstocken. Allerdings gehen knapp zehn Prozent von Entlassungen aus.
"Wenn wir in unseren Betrieben mit unseren Mitarbeitern zusammenstehen, können wir auch eine Schwächephase ohne größere Blessuren gut überstehen", ist sich Kammerpräsident Ulrich Bopp sicher. „Nur ein kleiner Teil unserer Betriebe ist in hohem Maße vom Export abhängig. Die große Mehrheit lebt von der Binnenkonjunktur, die durch die Konjunkturprogramme von Bund und Land Unterstützung erfährt. Mit kompetenter Beratung, hochwertigen Leistungen und gutem Service können wir Kunden auch in Zukunft von unserem Angebot überzeugen."