Wenn die Praxis überzeugt: Wie Betriebe über eine Einstiegsqualifizierung den richtigen Lehrling finden können
Pressemitteilung der Handwerkskammer Heilbronn-Franken vom 8. Juli 2009:
Für den einen oder anderen Jugendlichen ist es nicht leicht, nach der Schule einen Ausbildungsplatz zu finden. Mit einer Einstiegsqualifizierung soll ihnen der Weg in eine geregelte Ausbildung erleichtert werden. Dieses Langzeitpraktikum, das zwischen sechs und zwölf Monate dauern kann, gibt ihnen die Möglichkeit, einen Betrieb, einen Ausbildungsberuf und das Berufsleben kennen zu lernen. Davon profitieren nicht nur sie, sondern auch die Betriebe.
Das Malergeschäft Kappler in Nordheim hat bereits drei Mal eine Einstiegsqualifizierung durchgeführt. Susanne Kappler, zuständig für den kaufmännischen Bereich des Betriebes, ist überzeugt, dass dieses Praktikum beiden Seiten nutzt: "Die Jugendlichen können bei uns einen Beruf kennenlernen und sich sinnvoll beschäftigen. Gleichzeitig können wir sehen, ob der Praktikant sich auch als Lehrling eignen würde. Leider ist es heutzutage ja nicht mehr so leicht einen engagierten und verlässlichen Lehrling zu finden." Emrah Görgü hat eine elfmonatige Einstiegsqualifizierung bei der Firma Kappler absolviert. In dieser Zeit hat er bewiesen, dass er in den Betrieb passt. Anschließend hat er einen Ausbildungsvertrag bekommen. Im September dieses Jahres wird er seine Ausbildung zum Fachwerker im Maler- und Lackiererhandwerk abschließen.
Ähnliche Erfahrungen hat auch Feinwerkmechanikermeister Karlheinz Henne aus Wertheim gemacht. Er hat Markus Kloss für ein fünfmonatiges Praktikum eingestellt und war sich danach sicher, dass er der Richtige für seinen Ausbildungsplatz ist. "Während eines solchen Praktikums kann man gut erkennen, ob der Jugendliche den fachlichen Ansprüchen der Ausbildung gerecht werden kann." Im Februar 2010 wird Markus Kloss die Gesellenprüfung zum Feinwerkmechaniker ablegen.
Ein weiterer Pluspunkt für die Betriebe: Die jeweils zuständige Agentur für Arbeit erstattet auf Antrag des Arbeitgebers die monatliche Vergütung von 212 Euro und den pauschalisierten Gesamtsozialversicherungsbeitrag.
Betriebe, die einen Platz für eine Einstiegsqualifizierung zur Verfügung stellen möchten, können sich bei Werner Lederer melden.
online seit 08. Jul 2009, aktualisiert am 17. Jul 2009
Seite empfehlen
- Weiterbildung
- Der Weg zum Meister
- Studium
- Weiterbildungsangebot
- Weiterbildungsberatung
- Fördermöglichkeiten
- Handwerkskunden
- Handwerkersuche
- Tipps zur Auftragsvergabe
- Sachverständige
- Vermittlungsstelle
- Schwarzarbeit
- Handwerk regional
- Menschen und Betriebe
- Daten, Zahlen, Fakten
- Konjunktur
- Handwerksorganisation
- Partnerschaften und Beteiligungen
- Feiern
- Handwerksmeisterschaft
- Imagekampagne