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Steigende Umsätze bei positiver Auftragslage

27. August 2002

Nach einem schwachen Start im ersten Quartal 2001 hat sich die wirtschaftliche Lage in den Handwerksbetrieben der Region Heilbronn-Franken zur Jahresmitte hin entspannt. Knapp 82 Prozent der Handwerksbetriebe aus dem Stadtkreis Heilbronn und den Landkreisen Heilbronn, Hohenlohe, Schwäbisch Hall sowie Main-Tauber beurteilten bei einer Umfrage der Handwerkskammer Heilbronn-Franken Ende Juni ihre Geschäftslage als gut bis zufriedenstellend. Der Konjunkturindikator, der die Stimmung in den Handwerksbetrieben der Region wiederspiegelt, ist damit nach einem Absinken um drei Prozentpunkte im Frühjahr 2001, im Sommer um vier Punkte gestiegen. Handwerkskammerpräsident Klaus Hackert bewertet diese positive Entwicklung allerdings immer noch ohne Euphorie: "Das Handwerk in unserer Region hat zu seinem respektablen Niveau des Vorjahres zurückgefunden."

Die Ordertätigkeit im Handwerk der Region ist im zweiten Quartal 2001 angestiegen. Über 33 Prozent aller Unternehmen meldeten gestiegene Auftragseingänge, lediglich 20 Prozent gaben sinkende Auftragseingänge an. Diese positiven Signale haben sich auch bereits in den Auftragsbüchern niedergeschlagen. Fast jeder zweite Betrieb verzeichnete im Sommer eine Betriebsauslastung von mehr als 80 Prozent.

Trotz positiver Auftragslage blieb die Beschäftigung in den vergangenen Monaten noch einmal nahezu konstant. Nur knapp neun Prozent der Betriebe haben zusätzliche Mitarbeiter eingestellt, die gleiche Zahl meldete rückläufige Beschäftigtenzahlen.
Die Umsatzentwicklung dagegen hat sich, nach teilweise drastischen Einbrüchen im ersten Quartal, zum Sommer hin deutlich gebessert. Jeder dritte Betrieb registrierte steigende Umsätze. Fallende Umsatzzahlen meldeten im zweiten Quartal noch 27 Prozent der Betriebe, im Vergleich zu 42 Prozent im Frühjahr.

Steigende Einkaufspreise bereiten dem regionalen Handwerk nach wie vor Kopfzerbrechen. Rund 58 Prozent der Betriebe berichteten von einem erneuten Anstieg bei den Einkaufspreisen. Nur 21 Prozent der Betriebe konnten für ihre Produkte und Dienstleistungen am Markt höhere Preise erzielen.

Investiert wird weiter zurückhaltend. Per Saldo waren die Investitionen im Handwerk in der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken im zweiten Quartal 2001 noch einmal leicht rückläufig.

Die Prognosen für das kommende Quartal sind zuversichtlich. Der derzeitige Trend scheint sich fortzusetzen. 39 Prozent der Betriebe rechnen für die kommenden drei Monate mit einer guten bis sehr guten Geschäftslage. Weitere 47 Prozent glauben, dass sie sich zumindest auf dem derzeitigen Niveau hält. Handwerkskammerpräsident Klaus Hackert warnt davor, den derzeitigen Konjunkturverlauf durch pessimistische Beurteilungen und Prognosen kaputt zu reden: "Die Einbrüche der Vorquartale stellen sich als Delle, nicht aber als Absturz dar".

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