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Klima im Handwerk der Region Heilbronn-Franken frostig22. Oktober 2002 Nachdem sich die wirtschaftliche Lage im Handwerk der Region Heilbronn-Franken zur Jahresmitte hin nicht weiter verschlechtert hatte, erhielt diese im dritten Quartal 2002 einen Dämpfer. Dies ergab eine Umfrage, die unter den über 11 000 Handwerksbetrieben im Stadt- und Landkreis Heilbronn sowie den Landkreisen Hohenlohe, Schwäbisch Hall und Main-Tauber durchgeführt wurde. Der Konjunkturindikator, der die wirtschaftliche Lage im Handwerk der Region wiederspiegelt, ist deutlich eingebrochen. Handwerkskammerpräsident Klaus Hackert bezeichnet das Klima im Handwerk der Region als frostig. Dabei hatten die Prognosen des letzten Quartals zur allgemeinen Geschäftslage nicht allzu schlecht ausgesehen. "Ein für dieses Jahr erhoffter Aufschwung fällt nun wohl endgültig aus", so Hackert. Die Einschätzung der allgemeinen Geschäftslage ist deutlich schlechter als die des Vorjahres. Nur drei von fünf Betrieben beurteilten ihre derzeitige Geschäftslage als gut bis befriedigend, im Vergleich zu vier von fünf Betrieben im entsprechenden Vorjahresquartal. Von einer Betriebsauslastung von mehr als 90 Prozent berichteten ein Viertel der Betriebe, während es im Sommer noch über ein Drittel waren. Und bei den Auftragseingängen ist der Anteil der Betriebe, die gesunkene Aufträge meldeten, auf ein Drittel angestiegen. Steigende Einkaufspreise bereiten dem Handwerk der Region Kopfzerbrechen. Jeder zweite Betrieb berichtete von steigenden Einkaufspreisen, während sich die Preisentwicklung im Verkauf die Waage hielt. Es meldeten genauso viel Betriebe steigende, wie sinkende Verkaufspreise. "Es darf dennoch nicht alles schlecht gemalt werden", meint Handwerkskammerpräsident Klaus Hackert. Über ein Viertel der Betriebe gaben einen derzeitigen Bestand an Aufträgen für mehr als 12 Wochen an und das ist der höchste Stand seit langem. Die Beschäftigtenzahlen in den Handwerksbetrieben der Region Heilbronn-Franken blieben trotz täglicher Meldungen über Stellenabbau weitgehend stabil. Vier von fünf Betrieben nahmen keine Veränderungen vor. Und auch bei den Ausbildungszahlen lasse sich Zufriedenstellendes vermelden, so Hackert. Die Handwerksbetriebe der Region Heilbronn-Franken hätten ihr Ausbildungsniveau nicht nur in qualitativer, sondern auch in quantitativer Hinsicht halten können. Die Zahl der neu abgeschlossenen Lehrverträge sei fast identisch mit den Zahlen aus 2001, was die ungebrochene und beständige Ausbildungsbereitschaft der Handwerksbetriebe in unserer Region dokumentiert. Wenig positive Signale gingen dagegen von den Umsätzen aus. Zwei von fünf Betrieben verzeichneten sinkende Umsätze. Damit hat sich der Abwärtstrend gegenüber dem Vorquartal zwar nicht weiter beschleunigt, ist aber auf dem gleichen niederen Niveau geblieben. Äußerst beunruhigend ist der hohe Anteil an Betrieben, die sich zu weiteren Investitionskürzungen veranlasst sahen. Fast jeder zweite Betrieb meldete eine sinkende Investitionsneigung, während nur knapp zehn Prozent ihr Investitionsvolumen geweitet haben. Anzeichen für ein Wiederanziehen der Konjunktur sind nur sehr schwer zu erkennen. Die wirtschaftliche Lage des Handwerks in der Region Heilbronn-Franken werde sich insgesamt auf dem derzeitigen Niveau einpendeln, so das Resümee von Handwerkskammerpräsident Klaus Hackert. Bei der Entwicklung der Umsätze rechnen über die Hälfte der Betriebe mit gleichbleibender Entwicklung. Rund 40 Prozent der Betriebe haben nicht vor, in den kommenden Wintermonaten Investitionsmaßnahmen zu ergreifen.

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