"Sich mit Azubis aus anderen Betrieben messen - das ist schon eine Herausforderung"
Pressemitteilung der Handwerkskammer Heilbronn-Franken vom 9. Dezember 2009:
Die Handwerkskammer Heilbronn-Franken zeichnete gestern im Kurhaus in Bad Mergentheim den Spitzennachwuchs der Region Heilbronn-Franken aus. 140 junge Frauen und Männer haben am diesjährigen Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks teilgenommen. Von den 54 Erstplatzierten auf Kammerebene schafften es 20 Junghandwerker auch auf Landesebene auf das Siegertreppchen. 4 Gesellen aus dem Kammerbezirk konnten sich in ihrem Beruf sogar gegen die bundesweite Konkurrenz durchsetzen und gehören zu den Besten der Besten in Deutschland. Um diese herausragenden Leistungen zu würdigen, lud die Handwerkskammer alle Siegerinnen und Sieger zu einer Ehrungsfeier ein. Neben Freunden und Familienmitgliedern waren auch Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung und den Gewerblichen Berufsschulen im Kurhaus zu Gast.
Kammerpräsident Ulrich Bopp bescheinigte den Siegerinnen und Siegern des Wettbewerbs viel Mut und Können. "Sich mit Azubis aus anderen Betrieben messen - das ist schon eine Herausforderung", sagte Bopp anerkennend. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die guten Ergebnisse nur mit der Unterstützung der Ausbilder und Lehrer möglich sind, die tagtäglich ihr Wissen an die Lehrlinge weitergeben. Er lobte und dankte sowohl den Betrieben als auch den Gewerblichen Schulen für deren hervorragende Ausbildung.
Oberbürgermeister Dr. Lothar Barth ermutigte die Preisträgerinnen und Preisträger, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken und ihre fundierte Ausbildung zum Beispiel auch dazu zu nutzen, um im Ausland neue Erfahrungen zu sammeln. Auch die Gründung oder Übernahme eines Betriebes sei eine spannende Aufgabe, die es ermögliche, sich selbst zu verwirklichen. Für die Stadt Bad Mergentheim spiele das Handwerk eine wichtige Rolle. Jeder fünfte Arbeitsplatz befinde sich in einem Handwerksbetrieb.
Iris Lange-Schmalz, Leiterin des Schülerwettbewerbs "Kreative Köpfe im Taubertal", entführte die Siegerinnen und Sieger in ihrer Ansprache in die Welt der "Motivation". Eine Welt, die die Junghandwerker gut kennen. Sie hätten ihre hohe Motivation durch außergewöhnliche Leistungen in ihrem Handwerksberuf unter Beweis gestellt. Als Beste ihres Jahrgangs könnten sie mit Recht Stolz sein.
"Handwerk hat Kopf, Herz, Hand und Verstand. Handwerk ist innovativ, kreativ und individuell." Mit diesen Eigenschaften brauche sich das Handwerk keine Sorgen um seine Zukunft zu machen, so Gerhard Pfander, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Heilbronn-Franken.
Die Ausbildungsleistungen der Betriebe der Landes- und Bundessieger wurden mit einer Urkunde gewürdigt. Zu den Geehrten gehörten die Betriebe Hellmich GmbH & Co. KG in Weinsberg, Norbert Kilb in Schöntal-Oberkessach, Ralf Koeberer in Öhringen, Richard Rensch Orgelbau GmbH & Co. KG in Lauffen am Neckar, Werner Thomä in Bretzfeld, Heiko Wangler in Abstatt und Ziegler Elektrotechnik GmbH in Crailsheim.
Außerdem zeichnete die Handwerkskammer sechs Prüfungsausschussmitglieder für deren ehrenamtliches Engagement aus. Werner Böckle aus Pfaffenhofen, Jürgen Heidinger aus Gundelsheim, Sabine Mehltretter aus Untergruppenbach, Winfried Rick aus Neudenau, Sylvia Steiner aus Untergruppenbach-Unterheinriet und Gernot Weissert aus Gemmingen sind seit 20 Jahren im Prüfungswesen aktiv.
Foto: Sie zählen zu den besten Junghandwerkern in ganz Deutschland (v.l.): Stefan Bauer aus Weinsberg, Marc Detweiler aus Crailsheim und Dominik Gümbel aus Schöntal (Foto: Besserer).
online seit 09. Dez 2009, aktualisiert am 25. Feb 2010
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