Aufschwung im Handwerk setzt sich im Herbst fort
Pressemitteilung der Handwerkskammer Heilbronn-Franken vom 1. Oktober 2010:
Das Handwerk der Region Heilbronn-Franken erlebt im dritten Quartal 2010 einen deutlichen Aufschwung. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Heilbronn-Franken unter ihren rund 11.900 Mitgliedsbetrieben. Der Aufschwung äußert sich vor allem in einer positiven Beurteilung der aktuellen Geschäftslage, einer gestiegenen Betriebsauslastung und höheren Umsätzen.
Geschäftsentwicklung
Mittlerweile beurteilen 55,8 Prozent der befragten Betriebe ihre derzeitige Geschäftslage mit der Note "gut". Im Jahr zuvor berichteten nur 39,6 Prozent der Handwerker von guten Geschäften. Zudem hat sich der Anteil der negativen Stimmen gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich reduziert.
Die Geschäftsaussichten sehen die Unternehmen sogar noch optimistischer. Sechs von zehn Betrieben in der Region gehen davon aus, dass sich ihre Geschäfte in den kommenden Monaten gut entwickeln werden. Skeptisch sind nur 5,3 Prozent der Handwerker, nachdem im dritten Quartal des Vorjahres noch 16,3 Prozent Bedenken hatten.
Das positive Stimmungsbild im Handwerk schlägt sich auch im Konjunkturindikator nieder, der die Geschäftslage im gerade abgelaufenen und die Erwartungen für das nächste Quartal in einer Kennzahl zusammenfasst. Er erreicht im dritten Quartal 2010 den Spitzenwert von 51,5 Punkten. Zur gleichen Zeit ein Jahr zuvor lag er bei einem Stand von 21,7 Punkten.
Betriebsauslastung
Dementsprechend erhöht hat sich die Kapazitätsauslastung der Betriebe. Nennenswerte Freiräume haben derzeit nur 15,1 Prozent. Im Vorjahresquartal arbeitete noch fast jeder dritte Betrieb mit einer Kapazitätsauslastung von unter 60 Prozent. Wieder mehr Firmen berichten von einer Kapazitätsauslastung von über 80 Prozent: Fast die Hälfte der Handwerker ist nahezu ausgelastet. 3,9 Prozent der Betriebe geben sogar einen Auslastungsgrad von über 100 Prozent an.
Umsätze
Auch die Umsatzkurve im Handwerk der Region Heilbronn-Franken zeigt derzeit nach oben. Von steigenden Umsätzen berichten 28,3 Prozent. Zur gleichen Zeit im Vorjahr waren es 22,1 Prozent. Der Anteil an Betrieben, die einen Umsatzrückgang hinnehmen mussten, hat sich verringert. Die Umsatzerwartungen sind sehr optimistisch. Fast jeder zweite Betrieb rechnet damit, dass er in den nächsten Monaten seinen Umsatz ausweiten kann. Vor einem Jahr betrug der Anteil der Optimisten nur 37,4 Prozent. Ebenso viele Betriebe wie 2009 erwarten einen Umsatzrückgang.
Auftragslage
Die Auftragslage hat sich etwas abgeschwächt. Knapp ein Viertel der befragten Unternehmen meldet ein Auftragsplus. Im Vorjahresquartal waren es 30 Prozent. In den kommenden Monaten dürften sich die Auftragsbücher wieder füllen. Gut 40 Prozent der Handwerker erwarten steigende Auftragseingänge. 15,7 Prozent befürchten einen Rückgang. Dies sind weniger als vor Jahresfrist, als deren Anteil bei 20,6 Prozent lag.
"Unterstützende Maßnahmen weiterhin notwendig"
"Stimmung und Erwartungen unserer Betriebe sind gut. Dennoch ist der Aufschwung noch nicht selbsttragend", kommentiert Kammerpräsident Ulrich Bopp die Ergebnisse der Umfrage. Die Konjunktur brauche weiterhin unterstützende Maßnahmen. Diese hätte sich das Handwerk unter anderem vom Energiekonzept der Bundesregierung erwartet. Insgesamt seien die Ankündigungen der Bundesregierung ein Schritt in die richtige Richtung. Das Handwerk habe sich aber deutlichere Impulse beispielsweise für die Gebäudesanierung erhofft. Die bislang angedachte Sanierungspflicht werde durch das aktuell vorliegende Konzept weichgespült.
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online seit 30. Sep 2010, aktualisiert am 09. Dez 2010
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