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Arbeitsplätze an der Sonne: Bildungsangebote für Fachkräfte im regenerativen Energienbereich
Solarthermie und Photovoltaik überschreiten die Grenzen der am Bau beteiligten Gewerke. Sanitär-, Heizungs- und Klimafachkräfte, Elektrohandwerk und Ausbaugewerbe werden aktiv, damit Strom und Wärme von der Sonne kommen. Die steigende Nachfrage nach ökologisch und ökonomisch überzeugenden Energie-Alternativen ist eine Chance für Hersteller und Handwerker. Solaranlagen für Neubauten und sanierte Altbauten eröffnen ein beachtliches Marktpotenzial. Die Energieeinsparverordnung und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz unterstützen die Solartechnik noch zusätzlich.
Fachkundige Beratung, kundenorientierte Verkaufsgespräche und die fachmännische Montage vor Ort erfordern bereichsübergreifende Kompetenzen und stetige Weiterbildung. Um Kollektoren und Solarmodule auf die Dächer zu bringen, werden qualifizierte Fachkräfte benötigt, die es anpacken. Erneuerbare Energien ist ein interessantes Berufsfeld - nicht nur unter technischen, sondern auch unter marketingtechnischen Gesichtspunkten. Verschaffen Sie sich bei uns einen Überblick über Qualifikationen und Fachkurse, die Sie mit neuem, erfrischenden Wissen der Sonne näher bringen.
Fachkraft für Solartechnik
Dies ist ein Qualifikationslehrgang mit einer Fortbildungsprüfung. In 200 Unterrichtseinheiten lernen die Seminarteilnehmer ihre Kunden kompetent zu beraten und die Technologien der Photovoltaik und Solarthermie professionell anzuwenden. Die theoretische sowie praktische Ausbildung ist aufgeteilt in die Module Energietechnik, Wärmetechnik, Solarthermie, Elektrotechnik, Photovoltaik sowie Vermarktung umweltschonender Energietechniken. Mit dem Abschluss erwirbt man die Qualifikation zu qualifizierter und selbstständiger Beratung, Verkauf, Montage und Kundendienst von Photovoltaik- und Solarthermieanlagen. Der Lehrgang wendet sich an Meister und Gesellen aus dem Sanitär-Heizung-Klima-, Elektro-, Bau und Ausbauhandwerk sowie Interessierte mit vergleichbarer Ausbildung.
Fachkraft für regenerative Energietechnik
Die Fachkraft für Solartechnik wiederum ist ein Bestandteil des 350 Unterrichtsstunden umfassenden Qualifikationslehrganges "Fachkraft für regenerative Energietechnik". Die in der Fachkraft für Solartechnik absolvierten Bestandteile werden dabei anerkannt. Zusätzlich zu den Inhalten der Fachkraft für Solartechnik beinhaltet dieser Lehrgang die Grundlagen der Gebäudetechnik, Betriebswirtschaft, Effiziente Haustechnik, Wärmepumpentechnik, Blockheizkraftwerke, Brennstoffzellentechnik, thermische Nutzung von Biomasse, kleine Wind- sowie Wasserkraftanlagen.
Umwelt-Seminar Photovoltaik
Das Seminar qualifiziert Meister und Gesellen des Elektrohandwerks, um eine Photovoltaikanlage zu konzipieren, kalkulieren, aufzubauen und zu warten. Da dieses Seminar ein Modul des Lehrgangs "Fachkraft für Solartechnik" ist, bekommen Sie das Seminar Photovoltaik bei einer späteren Teilnahme am Qualifikationslehrgang anerkannt.
Umwelt-Seminar Solarthermie
Meister und Gesellen aus dem Sanitär-Heizung-Klimahandwerk lernen hier Solarthermieanlagen fachgerecht zu planen und zu erstellen. Sie lernen die Beratung ihrer Kunden in Bezug auf verschiedene Anlagentypen und aktuelle Fördermöglichkeiten. Auch dieses Umwelt-Seminar ist ein Bestandteil der oben beschriebenen "Fachkraft für Solartechnik" und wird bei einer späteren Teilnahme an diesem Qualifikationslehrgang anerkannt.
Gebäudeenergieberater
Deutlich sichtbare Klimaveränderungen sowie steigende Rohstoffpreise haben in den vergangenen Jahren die Notwendigkeit und die Motivation zur Energieeinsparung gewandelt. Heute geht es vorrangig um den Umwelt- und Klimaschutz sowie die Ressourcenschonung. Gerade im Altbaubereich wird es immer wichtiger, energetische Modernisierungsmaßnahmen umzusetzen. Beim Neubau und bei der Renovierung von Altbauten müssen immer mehr Vorschriften zur Energieeinsparung beachtet werden. Der Gebäudeenergieberater kann bei der fachlichen Umsetzung von energiesparenden Maßnahmen informieren sowie ein Modernisierungskonzept unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit und der geltenden Normen erstellen. Damit sind die Absolventen des Lehrgangs Gebäudeenergieberater zur Ausstellung des Energiepasses zugelassen. Der Energiepass ist als bedarfs- und verbrauchsorientierte Variante bei Vermietung und Verkauf von Wohngebäuden Pflicht. Beste Marktchancen ergeben sich damit für Handwerksmeister der Bau- und Ausbauberufe. Die Weiterbildung erfolgt nach einem bundesweit einheitlichen Rahmenlehrplan und erfüllt die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) für BAFA und KFW Zulassung. Der Qualifikationslehrgang "Gebäudeenergieberater" umfasst 200 Unterrichtsstunden.
Zugelassen sind Meister/-innen aus folgenden Handwerksberufen:
- Maurer
- Beton- und Stahlbetonbauer
- Zimmerer
- Stuckateur
- Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer
- Kachelofen- und Luftheizungsbauer
- Gas- und Wasserinstallateur
- Elektroinstallateur
- Schornsteinfeger
- Dachdecker
- Maler- und Lackierer
- Schreiner / Tischler
- Metallbauer
- Glaser
- Raumausstatter