5. Lauf am 29. Mai 2005
"Es war der schwerste Lauf, den es je in Heilbronn gab", so lautete das einhellige Fazit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer am diesjährigen Trollinger-Marathon. Schon beim Start des Marathons, morgens um 9 Uhr, zeigte das Thermometer über 20 Grad. Trotzdem machten sich 871 Läufer auf die 41.195 km lange, bergige Strecke auf den Weg. 90 Minuten später, beim Startschuss für die 21. km lange Distanz, setzten sich 4790 Halbmarathonis in vier Blöcken in Bewegung. Die Quecksilbersäule war mittlerweile bei fast 30 Grad angelangt und verlangte den Läuferinnen und Läufern das Äußerste ab.
Großes Durchhaltevermögen zeigten die rund 400 Teilnehmer der Handwerksmeisterschaft. Während im Gesamtlauf etwa 900 Läuferinnen und Läufer aufgrund der vorhergesagten Hitze erst gar nicht an den Start gingen, haben sich am Tag des Laufes und am Tag davor noch etwa 50 Handwerkerinnen und Handwerker nachgemeldet.
Insgesamt 331 Läufer, unter ihnen auch der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Heilbronn-Franken , Günter Pasker, waren beim "Trolli" in diesem Jahr zum fünften Mal am Start. Mit dabei war auch wieder die Dachdecker-Innung Heilbronn-Franken mit einer Mannschaft und der Chearleader-Gruppe im Stadion. Obermeister Michael Knittweiss trotzte den hohen Temperaturen und lief, zusammen mit zwei Kollegen, den Halbmarathon in Tracht und mit dem "Leiterwägele"! Riesenandrang herrschte bei der Innung Sanitär Heizung Klima Heilbronn-Hohenlohe, die am Rand der Strecke und im Zieleinlauf wieder Duschen für die Läufer installiert hatte.
Mit einer Zeit von 2:54,24 Stunden lief Fleischermeister Wolfgang Widmann aus Hartheim als Sieger des Marathons durchs Ziel und verteidigte damit seinen Titel aus den Jahren 2002 und 2003. Zweiter Sieger wurde Martin Wahl, Fernmeldeanlagenelektroniker aus Zella-Mehlis (3:01,03), dritter wurde Bäckermeister Steffen Leonhardt aus Bretten (3:10,37). Bei den Frauen siegte Birgitt Kleimann von der Conditorei Kleimann in Münster mit 4:16,41 Stunden vor Silke Deininger, Raumausstattermeisterin aus Neuenstadt (4:44,43).
Auf dem Siegerpodest im Halbmarathon ganz oben stand Zimmerer Helmut Schiessl aus Buchenberg im Allgäu mit einer Zeit von 1:12,01 Stunden. Der Vorjahressieger im Gesamtmarathon war in diesem Jahr "nur" für den Halbmarathon angetreten, weil er bereits in fünf Wochen bei der Weltmeisterschaft im Berglauf in Frankreich mit der Nationalmannschaft an den Start geht. Silber gab es für Bernhard Puffer, Metallbauermeister aus Billigheim (1:19,05) und Bronze für Steinmetz Eugen Mager aus Schwäbisch Hall (1:20,45). Der Halbmarathon der Frauen wurde bestimmt durch drei Läuferinnen, die allesamt für die Bädergalerie Kachel aus Heilbronn am Start waren. Den ersten Platz erreichte Myriam Heinemann in 1:49,09 Stunden , gefolgt von Marion Schulz (1:55,49) und Caroline Seger (1:58,12).
Foto: Die Duschen der Innung Sanitär-Heizung-Klima brachten wohltuende Erfrischung.
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