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Ausbildung in Teilzeit

Wer während der Ausbildung mehr Zeit für die Familie braucht, kann diese auch in Teilzeit absolvieren.

Lehrlinge, die Kinder erziehen oder Angehörige pflegen, haben die Möglichkeit eine Ausbildung in Teilzeit zu machen.

Ausbildung mit Zeit für die Familie

Eine Ausbildung in Teilzeit ist vor allem für junge Frauen und Männer eine gute Möglichkeit, Kindererziehung und Berufsausbildung miteinander zu verbinden. Im Berufsbildungsgesetz ist eine Teilzeitberufsausbildung mit Kürzung der täglichen oder wöchentlichen Arbeitszeit explizit vorgesehen. Voraussetzung ist, dass das Ausbildungsziel in der gekürzten Zeit erreicht wird.

Zwei Zeitmodelle

Ausbildungsbetrieb und Lehrling können dabei zwischen zwei Zeitmodellen wählen.

  • Bei einer 25-Stunden-Woche verlängert sich die Ausbildungszeit von regulär drei auf vier Jahre. Die Abschlussprüfung an der Berufsschule findet nach drei Jahren statt.
  • Bei einer 30-Stunden-Woche verlängert sich die Ausbildungszeit nicht. Jedoch müssen die Lehrlinge trotzdem die gesamten Ausbildungsinhalte in dieser Zeit erlernen.

Der Berufsschulunterricht ist jeweils in der verkürzten Wochenarbeitszeit mit eingerechnet. Allerdings kann der Unterricht auch am Nachmittag stattfinden. Die Richtlinien zur Verkürzung der Ausbildung gelten gleichermaßen wie bei Vollzeitausbildungen.

Beratung bei der Handwerkskammer

Handwerksbetriebe und Auszubildende, die sich für eine duale Berufsausbildung in Teilzeit interessieren, können sich an die Ausbildungsberater der Handwerkskammer wenden. Sie helfen Ihnen bei Fragen zur Umsetzung der Teilzeitausbildung, etwa zur wöchentlichen Arbeitszeit, Zusatzvereinbarungen im Lehrvertrag oder zur Ausbildungsvergütung.

Tischlermeisterin Hildegard Schulte

Berufsbildung, Ausbildungsberaterin, Mediatorin

Allee 76
74072 Heilbronn
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Fax 07131 791-2564
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