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Erweiterte Zertifizierungspflicht bei Heizölverbraucheranlagen

Was Betriebe jetzt beachten müssen.

Neue Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV)

Am 1. August 2017 trat die neue „Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV)“ bundesweit in Kraft und löst die bisherige Landesverordnung (VAwS) ab. Die Verordnung regelt alle Anlagen, in denen mit wassergefährdenden Stoffen umgegangen wird: vom privaten Heizölbehälter über Tankstellen, Galvanikanlagen bis zu Biogasanlagen.

 Weitere Informationen

Weitere Informationen sowie die vollständige "AwSV-Verordnung" als PDF finden Sie auf der Internetseite des  Bundesministerium für  Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit .

Vorgaben für Anlagenbetreiber 

Grundsätzlich unterliegen diese Anlagen dem Besorgnisgrundsatz des Wasserhaushaltsgesetzes. Die technischen Grundsatzanforderungen für diese Anlagen bestehen darin, dass Behälter, in denen sich wassergefährdenden Stoffe befinden, während der gesamten Betriebszeit dicht sind und der Betreiber dafür Sorge zu tragen hat, dass dieser Zustand erhalten bleibt. Konkretisiert wird dies nun durch die AwSV.

Anlagenbetreiber sind - nach wie vor - verpflichtet alle gehandhabten Stoffe und Gemische zu bewerten und mit einer der drei Wassergefährdungsklassen oder als nicht wassergefährdend zu dokumentieren (Selbsteinstufung).

Wassertropfen
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Zertifizierungspflicht für Betriebe

Im Bereich von Heizölverbraucheranlagen ergeben sich gravierende Änderungen. Für Betriebe besteht nun eine Pflicht zur Zertifizierung als „Fachbetrieb“, wenn diese Arbeiten an Anlagen mit mehr als 1.000 Liter Inhalt durchführen - die Grenze lag früher bei 10.000 Litern. Die Zulassungspflicht betrifft alle Gewerke die Heizölverbraucheranlagen errichten, reinigen, instand setzen oder stilllegen, also etwa SHK-Betriebe, Maler und Lackierer und Tankreiniger. Zur Instandsetzung zählt unter anderem auch der Anstrich des Auffangraumes.

 

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