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Getrübte Stimmung am Ende eines turbulenten Jahres

Pressemitteilung der Handwerkskammer vom 1. Februar 2017

Das wechselvolle Jahr 2016 ist auch am Handwerk in Heilbronn-Franken nicht spurlos vorübergegangen. „Die nicht enden wollenden Meldungen von Terroranschlägen und Unsicherheitsfaktoren wie der Brexit oder der neue US-Präsident machen auch den Handwerkern in Heilbronn-Franken Sorgen“, meint Ulrich Bopp, Präsident der Handwerkskammer. Obwohl die meisten Handwerker der Region auch im vierten Quartal 2016 gute Geschäfte machten, blicken viele weniger optimistisch auf die nächsten Monate.

Lage am Jahresende noch gut

Die Geschäftslage im vierten Quartal 2016 wird von den meisten Handwerkern im Gebiet der Handwerkskammer Heilbronn-Franken noch positiv bewertet. So zeigen sich rund 62 Prozent der befragten Betriebe mit ihrer Geschäftslage zufrieden. Im Vorjahr waren es noch 68 Prozent. Auch bei den Geschäftserwartungen rechnen weniger mit einem positiven Geschäftsverlauf. Der Konjunkturindikator im Handwerk in der Region Heilbronn-Franken, der aus dem Lage- und Erwartungsindex ermittelt wird, fiel im vierten Quartal 2016 auf 55,9 Punkte.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Aufträgen. Zwar konnten 39 Prozent der Befragten im vierten Quartal 2016 mehr Aufträge verzeichnen. Mit weiter steigenden Aufträgen rechnen aber nur rund 32 Prozent, rund 23 Prozent befürchten dagegen einen Rückgang.

Hohe Auslastung sorgt für gute Umsätze

Auch im vierten Quartal 2016 waren die Handwerksbetriebe in der Region Heilbronn-Franken gut ausgelastet. So konnten rund zwölf Prozent der Befragten über ihre Kapazitätsgrenzen hinaus arbeiten. Knapp die Hälfte der befragten Handwerker hatte einen hohen Auslastungsgrad von 81 bis 100 Prozent. Ein viertel der Handwerker gab an, gut ausgelastet gewesen zu sein. Nur rund 13 Prozent hatten Ende 2016 freie Kapazitäten.

Das schlug sich auch in den Umsätzen der Handwerksbetriebe nieder: Rund die Hälfte konnte sich über ein Umsatzplus freuen. Jeder sechste Betrieb verzeichnete sinkende Umsätze. Rund 43 Prozent der Handwerker in der Region Heilbronn-Franken erwarten, dass die Umsätze stabil bleiben. Aber fast doppelt so viele Betriebe wie im Vorjahr rechnen in den nächsten Wochen mit sinkenden Umsätzen (31 Prozent, Vorjahr 15,7 Prozent). Dass die Umsätze weiter steigen erwartet etwa jeder vierte Betrieb (25,8 Prozent, Vorjahr 32,6).

Mehr Mitarbeiter und Investitionen

Der Einstellungsfreude der Handwerker in Heilbronn-Franken tun diese Befürchtungen keinen Abbruch. Im vierten Quartal 2016 ist die Zahl der Beschäftigten im Handwerk der Region wieder gestiegen. In den letzten drei Monaten haben mehr Betriebe (9,4 Prozent, Vorjahr: 8 Prozent) neue Arbeitsplätze geschaffen. Nur bei knapp 5 Prozent der Betriebe sind die Mitarbeiter weniger geworden. Auch planen 10,3 Prozent der Betriebe, weitere Mitarbeiter einzustellen (Vorjahr: 8,3 Prozent). Nur knapp zwei Prozent der Befragten wollen die Zahl ihrer Mitarbeiter verringern (Vorjahr: 4,3 Prozent).

Die Investitionsbereitschaft der Handwerker im Gebiet der Kammer ist nach wie vor hoch. In den letzten Wochen haben 57 Prozent der Befragten in ihr Unternehmen investiert. Auch in den kommenden Wochen will jeder zweite Handwerker Geld in seinen Betrieb investieren.

 Weitere Informationen

Die vollständigen Ergebnisse der aktuellen Umfrage finden Sie im Konjunkturbericht: