Thomas Einberger/argum

Gute Stimmung trotz durchwachsenem Start

Pressemitteilung der Handwerkskammer vom 27. April 2016:

Die Handwerksbetriebe der Region Heilbronn-Franken bewerten das erste Quartal 2016 als gut. Das zeigen die Ergebnisse der jüngsten Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Heilbronn-Franken. Allerdings hat die Auftragslage in den letzten zwölf Monaten spürbar nachgegeben. Auch der Umsatz ist dementsprechend gesunken.

Mehr als die Hälfte der befragten Handwerksbetriebe (51,4 Prozent) bewerten die Geschäftslage im zurückliegenden ersten Quartal als gut. Der Geschäftslageindex im Kammerbezirk Heilbronn-Franken aus positiven und negativen Beurteilungen liegt bei 43,7 Punkten (Vorjahr: 44,6 Punkte).

Gute Aussichten trotz weniger Aufträge

Die Geschäftserwartungen haben weiter zugenommen. Mehr als vier Fünftel der befragten Betriebe (80,1 Prozent) rechnen in den nächsten Monaten mit guten Geschäftsaussichten. Nur knapp zwei Prozent rechnen mit einem negativen Geschäftsverlauf in den kommenden Wochen. Das positive Bild zeigt auch der Konjunkturindikator, der mit 60,4 Punkten deutlich über dem Vorjahreswert (55,4 Punkte) liegt.

Die Auftragslage hat jedoch in den letzten zwölf Monaten spürbar nachgegeben. Zwar konnte sich jeder vierte Handwerksbetrieb (25,3 Prozent) über vollere Auftragsbücher freuen. Dagegen verzeichnete fast jeder Dritte (29,8 Prozent) weniger Auftragseingänge. Dennoch bleiben die meisten Handwerker optimistisch. Die Zuversicht hat im Jahresverlauf nur einen kleinen Dämpfer bekommen. Über die Hälfte aller Betriebe in der Region Heilbronn-Franken (51,5 Prozent) kalkuliert derzeit mit volleren Auftragsbüchern.

Hoher Auslastungsgrad aber geringerer Umsatz

Die Kapazitätsauslastung der Handwerker in der Region hat sich im Jahresverlauf verbessert. Fast die Hälfte der befragten Handwerker (47,3 Prozent, Vorjahr: 36,8 Prozent) berichten für das erste Quartal dieses Jahres über einen hohen Auslastungsgrad von 81 bis 100 Prozent. Rund drei Prozent der Betriebe konnten sogar über ihre Kapazitätsgrenzen hinaus arbeiten. Einen mittleren Auslastungsgrad von 61 bis 80 Prozent meldete mehr als jeder vierte Handwerksbetrieb (28,4 Prozent).

Trotz der hohen Auslastung gingen die Umsätze im ersten Quartal 2016 bei den Betrieben im Kammerbezirk Heilbronn-Franken zurück. Insgesamt 38 Prozent der Handwerksbetriebe mussten ein Minus beim Umsatz verbuchen. Bei 18,3 Prozent der befragten Handwerker stieg der Umsatz.

Mehr neue Mitarbeiter und Investitionen

Im ersten Quartal dieses Jahres haben die Handwerksbetriebe in Heilbronn-Franken weiterhin neue Arbeitsplätze geschaffen – allerdings in geringerem Umfang als im Vergleichsquartal 2015. So hat gut jeder neunte Betrieb (11,6 Prozent) mehr Mitarbeiter beschäftigt, während jeder dreizehnte (7,7 Prozent) sein Personal verringert hat. 10,3 Prozent der Handwerker planen derzeit neue Mitarbeiter einzustellen. Nur 3,7 Prozent wollen ihr Personal verringern.

Die Investitionsbereitschaft der Handwerker im Kammerbezirk Heilbronn-Franken hat sich im Jahresverlauf erhöht. Mehr als die Hälfte der Befragten (52,5 Prozent; Vorjahr: 45,0 Prozent) hat in ihr Unternehmen investiert. In den kommenden Wochen wollen 58,4 Prozent in ihren Betrieb investieren.