Vom Tischler zum Titelmodel: Azubi Ferdinand Domes bewies vor der Kamera von Jann Klee sein Können.
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Vom Tischler zum Titelmodel: Azubi Ferdinand Domes bewies vor der Kamera von Jann Klee sein Können.

Handwerk von Kopf bis Fuß

Pressemitteilung der Handwerkskammer vom 15. Juni 2015:

Rund sechs Monate nach der ersten Plakatwelle im Jahr 2015 startet die Imagekampagne des Handwerks in die nächste Runde. Ab dem 19. Juni werden fünf neue Motive Jugendliche in ganz Deutschland wieder auffordern, die Welt mit dem Handwerk zu verändern. Die Imagekampagne des Handwerks hatte sich bereits im vergangenen Jahr neu ausgerichtet. Während es in der ersten Kampagne darum ging, die Bedeutung des Handwerks für die ganze Gesellschaft zu zeigen, liegt der Fokus seit dem Neustart im August 2014 auf der Nachwuchswerbung.

Um junge Menschen zu erreichen, sind die neuen Motive deshalb bundesweit vor allem an Orten zu sehen, an denen Jugendliche sich aufhalten, wie zum Beispiel an Sportplätzen, aber auch an Plakatwänden, Bussen sowie auf Bannern einer Online- und Mobile-Kampagne. Auch in der Region Heilbronn-Franken machen Plakate und Spots wieder auf das Handwerk aufmerksam.

Fünf Berufe im Fokus

Bereits im Januar 2015 stellte das Handwerk auf Kampagnenmotiven fünf Berufe in den Mittelpunkt, darunter Fahrzeuglackierer und Friseur. Jugendliche waren aufgerufen, die Welt mit einer Ausbildung im Handwerk zu versüßen, ihr Glanz zu verleihen, ihr Schwung zu geben, ihr einzuheizen oder ihr Stil zu verleihen. Ab dem 19. Juni lautet der Appell an junge Menschen: "Die Welt war noch nie so unfertig. Gib ihr Biss", "Möbel sie auf", "Gib ihr Profil", "Vernetze sie" oder "Stell sie scharf". Dazu wurden erneut die Hände junger Handwerker bei einer typischen Tätigkeit in Szene gesetzt.

Mit viel Biss

Darunter waren auch die Hände von Zahntechnikerin Elisa Hell. Sie stand für das Motiv "Die Welt war noch nie so unfertig. Gib ihr Biss" vor der Kamera. Es zeigt sie bei der Arbeit mit einem Artikulator, mit dessen Hilfe sie den Zahnersatz für einen Patienten anpasst. Die 26-Jährige schätzt an ihrem Beruf besonders die Abwechslung: "Kein Auftrag ist wie der andere, da Zahnersatz immer individuell für den Patienten angefertigt wird. Dabei gibt es viele kleine Details zu beachten – die machen den Beruf so interessant." An das Fotoshooting für die Imagekampagne denkt sie gerne zurück: "Es hat mir Spaß gemacht. Und ich bin stolz darauf, dass ich teilnehmen konnte, denn ich repräsentiere auf dem Motiv die Berufsgruppe der Zahntechniker."

Hobeln statt heilen

Auch Ferdinand Domes lieh einem der Kampagnenmotive seine Hände und will so für Nachwuchs in seinem Handwerk sorgen: "Die Welt war noch nie so unfertig. Möbel sie auf" lautet der passende Spruch dazu. Der Tischler-Azubi wurde dabei fotografiert, wie er ein Werkstück mit einem Hobel bearbeitet. Ursprünglich wollte er Tierarzt werden, hatte nach einem Praktikum aber noch einmal umgedacht. Die Entscheidung gegen einen Studienberuf bereut der 18-Jährige nicht: "Mir hat es schon immer gut gefallen, etwas mit meinen eigenen Händen herzustellen. Außerdem liegt die handwerkliche Arbeit in der Familie, da lag eine solche Ausbildung nahe."