Für ihre Topleistungen bei der Meisterprüfung wurden Christopher Kaffenberger mit dem Meisterpreis, Olga Pankraz mit dem IKK-Frauenförderpreis und René Hämmerle mit dem Ausbildungspreis von Kammerpräsident Ulrich Bopp (v.l.) belohnt.
Silke Koska/Foto Haass
Für ihre Topleistungen bei der Meisterprüfung wurden Christopher Kaffenberger mit dem Meisterpreis, Olga Pankraz mit dem IKK-Frauenförderpreis und René Hämmerle mit dem Ausbildungspreis von Kammerpräsident Ulrich Bopp (v.l.) belohnt.

Mit Zuversicht in die Zukunft

Pressemitteilung der Handwerkskammer vom 18. April 2016:

Am 15. April war die Heilbronner Harmonie fest in der Hand des Handwerks. Fast 200 neue Meisterinnen und Meister erhob Ulrich Bopp, Präsident der Handwerkskammer Heilbronn-Franken, offiziell in den Meisterstand. "Ich bin davon überzeugt, dass Sie mit dieser Qualifikation in der Tasche voller Zuversicht in die Zukunft schauen können", sagte der Präsident schon bei der Begrüßung der Jungmeister sowie zahlreicher weiterer Gäste, die an diesem Abend zur Meisterfeier der Handwerkskammer gekommen waren.

Meister als Wirtschaftsfaktor

Die jungen Meister seien unverzichtbar für die Wirtschaft und der Meisterbrief ein überragender Wettbewerbsvorteil im internationalen Vergleich, so Bopp weiter. Das betonte auch Peter Hofelich, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Finanzen in Baden-Württemberg. "Meister fallen eben nicht vom Himmel. Sondern das fordert großes Engagement", fasste Hofelich die große Wertschätzung für das Handwerk im Land zusammen. Das Handwerk sei nicht nur Grundpfeiler der Wirtschaft, sondern auch der Demokratie in Deutschland.

Erst denken, dann handeln

Wertvolle Tipps bekamen die jungen Meisterinnen und Meister von Prof. Dr. Johann Löhn. Der ehemalige Regierungsbeauftragte für Technologietransfer in Baden-Württemberg und Leiter der Steinbeis-Hochschule in Berlin blickte mit dem Publikum in die Zukunft: den Trends, wie ein sich verändernder Arbeitsmarkt und das Zusammenwachsen verschiedener Branchen, stellte er Strategien entgegen, wie man diesen Änderungen begegnen kann. Harsche Kritik übte er am Trend zum Studium. Es gäbe inzwischen rund 17.000 verschiedene Studiengänge in Deutschland. "Aber wenn wir nur noch Fachidioten haben, wird das nix", bemängelte er. Er wünschte sich, dass die Menschen wieder mehr hinterfragen – weg vom "Formularfetischismus" kommen. "Information ist ein Segen für die Menschheit. Aber sie sollte darüber das Nachdenken nicht vergessen", schloss er seinen mit zahlreichen Anekdoten gespickten Vortrag.

Ausgezeichnete Leistungen

Wie weit man mit intensiven Denkleistungen kommen kann, bewiesen die zwölf jungen Meisterinnen und Meister, die als Beste ihres Faches geehrt wurden. Drei von ihnen erhielten für ihre besonderen Leistungen einen Preis. Der Ausbildungspreis ging an René Hämmerle aus Buchen im Odenwald. Der 29-jährige Zentralheizungs- und Lüftungsbauermeister zeigte im Teil IV der Meisterprüfung, dem Ausbildereignungsschein, die beste Leistung.

Den Frauenförderpreis der Heilbronner Regionaldirektion der Innungskrankenkasse (IKK classic) erhielt Olga Pankraz aus Satteldorf. Die 31-Jährige kehrte nach drei Jahren christlicher Jugendarbeit im Jahr 2009 in ihren Ausbildungsberuf als Friseurin zurück. Wie in der Jugendarbeit liebt die Friseurmeisterin dabei besonders, am Leben der Menschen teilhaben zu dürfen.

Höhepunkt jeder Meisterfeier ist die feierliche Erhebung in den Meisterstand durch Kammerpräsident Ulrich Bopp (l.).
Silke Koska/Foto Haass
Höhepunkt jeder Meisterfeier ist die feierliche Erhebung in den Meisterstand durch Kammerpräsident Ulrich Bopp (l.).

Neue Wege, neue Herausforderungen

Das beste Ergebnis aller Meisterprüfungsabsolventen erreichte Christopher Kaffenberger aus Untereisesheim. Den 29-jährigen Kraftfahrzeugmechatronikermeister faszinierte schon als Kind alles, was mit Autos zu tun hatte. Diese Begeisterung ist bis heute geblieben. In seiner Rede als Jahrgangsbester betonte er, dass der Meister dem Bachelor inzwischen gleichgestellt sei. "Wir vergeben zwar keine Rosen, aber wir geben unser Fachwissen weiter", witzelte er in Anspielung auf eine bekannte Fernsehsendung. Qualifizierte Fachkräfte für das Handwerk zu finden und auszubilden – danach sollten die Jungmeister streben, riet er seinen Kollegen. Denn mit dem Meister öffneten sich neue Türen und Wege, die neue Herausforderungen brächten. "Doch mit jeder neuen Herausforderung wächst auch das Selbstvertrauen", machte er den Jungmeistern Mut für ihre Zukunft.

Kaffenberger betonte dabei, dass der Meistertitel nicht das Ende des Bildungsweges sei. Das bewiesen auch die sechs Betriebe, die bei der Meisterfeier mit dem Ausbildungssiegel der Handwerkskammer als "Top-Ausbildungsbetrieb" ausgezeichnet wurden. Um dieses Siegel zu erhalten, stellen die Betriebe die eigene Ausbildung nach festen Qualitätskriterien auf den Prüfstand. Erst wenn diese mehrheitlich erfüllt sind, bekommen sie die Auszeichnung. Präsident Bopp gratulierte den neu Ausgezeichneten und empfahl sie den Jungmeistern als Vorbild: "Eine gute Ausbildung ist die beste Werbung für Ihr Unternehmen." Ähnlich wie beim Meisterbrief müsse man einiges dafür tun, werde aber "mit guten Azubis, Arbeitsergebnissen und gutem Personal belohnt."

Fotos der Meisterfeier

Alle Fotos der Meisterfeier finden Sie online in einer Bildergalerie. Für den Zugang zur Seite geben Sie bitte das Passwort Meister2016 ein.

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