Andreas Scholz, Fotolia

Schwarzarbeit

Auch für Handwerker gilt: Wer sich auf Schwarzarbeit einlässt, geht ein großes Risiko ein und sorgt für unfairen Wettbewerb. Die Handwerkskammer nimmt deshalb Hinweise auf und verfolgt diese in Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen weiter.

Im Rahmen der Förderung der wirtschaftlichen Interessen des Handwerks hat die Handwerkskammer die Aufgabe, Schwarzarbeit selbst in geeigneter Weise zu verhindern, zu erforschen und zu bekämpfen (Paragraf 91 Absatz 1 Nummern 1 und 9 des  Gesetzes zur Ordnung des Handwerks . Die Handwerkskammer kann Ordnungswidrigkeitenanzeigen vollständig und zeitnah an die zuständige untere Verwaltungsbehörde - also Landratsämter, Große Kreisstädte, Stadtkreise - weiterleiten. Sie regt Bußgelder und die Untersagung illegaler Betriebe an.

Handwerksrechtliche Schwarzarbeit und ihre Folgen

  • Zur selbstständigen Ausübung eines zulassungspflichtigen Handwerks als stehendes Gewerbe ist die Eintragung in der  Handwerksrolle regelmäßige Voraussetzung. Wer ohne diese Voraussetzung zulassungspflichtige handwerkliche Leistungen erbringt, handelt ordnungswidrig und kann mit einer Geldbuße von bis zu 10.000 Euro nach der Handwerksordnung bestraft werden.
  • Werden Dienst- oder Werkleistungen dazu im erheblichen Umfang erbracht, ist der Tatbestand der Schwarzarbeit im Sinne des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes (SchwarzArbG) erfüllt und die Höhe der Geldbuße kann bis auf 50.0000 Euro ansteigen.

Rechtsgrundlagen in Auszügen:

§ 117 des Gesetzes zur Ordnung des Handwerks (HwO) 

(1) Ordnungswidrig handelt, wer 

  1. entgegen § 1 Abs. 1 Satz 1 ein dort genanntes Gewerbe als stehendes Gewerbe selbständig betreibt oder
  2. entgegen § 51 oder § 51d die Ausbildungsbezeichnung "Meister/Meisterin" führt.

(2) Die Ordnungswidrigkeit nach Absatz 1 Nr. 1 kann mit einer Geldbuße bis zu zehntausend Euro, die Ordnungswidrigkeit nach Absatz 1 Nr. 2 kann mit einer Geldbuße bis zu fünftausend Euro geahndet werden.

§ 8 des Gesetzes zur Bekämpfung der Schwarzarbeit und illegalen Beschäftigung (SchwarzArbG)

(1) Ordnungswidrig handelt, wer

  1. e) ein zulassungspflichtiges Handwerk als stehendes Gewerbe selbstständig betreibt, ohne in die Handwerksrolle eingetragen zu sein (§ 1 der Handwerksordnung) und Dienst- oder Werkleistungen in erheblichem Umfang erbringt oder
  2. Dienst- oder Werkleistungen in erheblichem Umfang ausführen lässt, indem er eine oder mehrere Personen beauftragt, die diese Leistungen unter vorsätzlichem Verstoß gegen eine in Nummer 1 genannte Vorschrift erbringen.

(3) Die Ordnungswidrigkeit kann in den Fällen des Absatzes 1 Nr. 1 Buchstabe a bis c sowie Nr. 2 in Verbindung mit Nr. 1 Buchstabe a bis c mit einer Geldbuße bis zu dreihunderttausend Euro, in den Fällen des Absatzes 1 Nr. 1 Buchstabe d und e sowie Nr. 2 in Verbindung mit Nr. 1 Buchstabe d und e mit einer Geldbuße bis zu fünfzigtausend Euro, in den Fällen des Absatzes 2 Nr. 3 Buchstabe a und Nr. 5 mit einer Geldbuße bis zu dreißigtausend Euro, in den Fällen des Absatzes 2 Nr. 1 mit einer Geldbuße bis zu fünftausend Euro und in den übrigen Fällen mit einer Geldbuße bis zu tausend Euro geahndet werden.

Meldung von Schwarzarbeit

Zur Erstattung einer Anzeige verwenden Sie bitte den Vordruck zur Meldung von Schwarzarbeit/unerlaubter selbstständiger Handwerksausübung.

Allee 76
74072 Heilbronn
Tel. 07131 791-134
Fax 07131 791-2534
Martin.Weiss--at--hwk-heilbronn.de

Allee 76
74072 Heilbronn
Tel. 07131 791-130
Fax 07131 791-2530
Joerg.Dietrich--at--hwk-heilbronn.de