Großer Empfang bei der Hornung GmbH: Ralf Schnörr und Ulrich Bopp wurden von Jens Petzold (v.l.) und seinen Mitarbeitern herzlich begrüßt.
Handwerkskammer/GF
Großer Empfang bei der Hornung GmbH: Ralf Schnörr und Ulrich Bopp wurden von Jens Petzold (v.l.) und seinen Mitarbeitern herzlich begrüßt.

Von Machern und Könnern

Pressemitteilung der Handwerkskammer vom 9. Dezember 2014:

Zum vierten Mal in diesem Jahr besuchte die Handwerkskammer im Dezember einige ihrer 12.100 Betriebe in der Region Heilbronn-Franken. Präsident Ulrich Bopp, Hauptgeschäftsführer Ralf Schnörr und Unternehmensberater Gerald Friebe trafen dabei im Stadtkreis Heilbronn auf Macher und Könner, auf Tradition und Innovation.

Projektmanagement in der Region

Die Halmosi GmbH aus Heilbronn war das erste Ziel der Kammerspitze. Mit dem Ziel, einen Reparaturservice für Produktionsmaschinen und die Fertigung von Ersatzteilen anzubieten, gründete Hans Halmosi 1989 einen Drei-Mann-Betrieb. Heute zählt die Belegschaft 85 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 2001 hat der Sohn des Firmengründers Dr.-Ing. Hans Halmosi die Geschäftsleitung des erfolgreichen Auftragsfertigungsbetriebs für den Maschinen-, Anlagen- und Vorrichtungsbau übernommen. Flexibilität, Vielseitigkeit und gut geschulte Fachkräfte zeichnen das Unternehmen aus.

Interessante Einblicke beim Anlagenbauer Halmosi GmbH: Hauptgeschäftsführer Ralf Schnörr, Hans Halmosi jr., Betriebsberater Gerald Friebe und Präsident Ulrich Bopp (v.l.).
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Interessante Einblicke beim Anlagenbauer Halmosi GmbH: Hauptgeschäftsführer Ralf Schnörr, Hans Halmosi jr., Betriebsberater Gerald Friebe und Präsident Ulrich Bopp (v.l.).
Weiterbildungen der aktuell 16 Auszubildenden werden finanziell genauso gefördert wie Sprachkurse für die Belegschaft. Trotzdem hat der Handwerksbetrieb mit der Konkurrenz zu kämpfen. "Wir investieren viel in unsere Auszubildenden, aber oft werden sie dann von höheren Stundenlöhnen großer Konzerne angelockt und abgeworben. Da können wir nicht mithalten", klagt Betriebsleiter Stefan Kummer. Doch viele Mitarbeiter halten dem Betrieb, der dieses Jahr sein 25-jähriges Jubiläum feierte, auch die Treue. "Die Männer der ersten Stunde sind bis heute in unserem Betrieb tätig", erzählt Betriebsgründer Hans Halmosi sen. stolz.

Wenn der Beruf zur Berufung wird

Zweite Station der Kammerspitze war die Pietät und Trauerhilfe Schäfer & Appel GmbH, eines von gerade einmal sechs Bestattungsunternehmen im Heilbronner Stadtgebiet. Die Brüder Rudolf und Stephan Appel führen damit eine lange Familientradition fort. Bereits seit 1907 betrieb Familie Appel im Saarland eine Schreinerei, die wie damals üblich auch Särge herstellte und die Verstorbenen zum Friedhof verbrachte. 1976 gründete Rudolf Appel in Heilbronn ein Bestattungsinstitut. Zwölf Jahre später schloss er sich mit Bruder Stephan zusammen. Heute hat der Familienbetrieb 15 Beschäftigte.

Ernstes Thema, aber viel handwerkliche Leidenschaft: Rudolf Appel erklärte Ralf Schnörr, Gerald Friebe und Ulrich Bopp (v.l.) warum er seinen Beruf so liebt.
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Ernstes Thema, aber viel handwerkliche Leidenschaft: Rudolf Appel erklärte Ralf Schnörr, Gerald Friebe und Ulrich Bopp (v.l.) warum er seinen Beruf so liebt.
Neben den Büros in der Heilbronner Innenstadt gehört zum Unternehmen auch das Haus des Abschieds in Böckingen, das eine Feierhalle mit rund 100 Sitzplätzen und Aufbahrungsräume beherbergt, in denen Hinterbliebene ohne zeitliche Begrenzung Abschied nehmen können. "Natürlich beinhaltet dieses Berufsbild eine psychische Belastung und man benötigt eine starke Persönlichkeit. Deshalb sollte auch im privaten Umfeld ein Rückhalt gegeben sein", erklärt Rudolf Appel. Er sieht es als schöne Aufgabe, Menschen in einer Ausnahmesituation zu helfen und genießt das Vertrauen, das ihm entgegengebracht wird. "Man steht unter keinem Verkaufszwang wie in der freien Marktwirtschaft, sondern geht auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen ein und kann dabei einfach Mensch sein."

Qualität ist Trumpf

Als dritten Betrieb besuchte die Kammerspitze die Hornung GmbH in Heilbronn-Böckingen. Beim gemeinsamen Mittagessen im betriebseigenen Partyraum für die über 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erzählte Geschäftsführer Jens Petzold, dass er bereits seine Ausbildung in dem renommierten Betrieb absolvierte. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Meisterschule übernahm er 1994 das Unternehmen. "Kein Auftrag ist wie der andere. Man kann sich immer wieder aufs Neue kreativ entfalten, muss aber mit viel Engagement an die Sache gehen", schwärmt Jens Petzold. Er ist überzeugt: Nur wer Qualität bringt, wird vom Kunden auch weiterempfohlen. Darum ist sein Betrieb auch Mitglied im Qualitätsverbund ARTA.

Viel Engagement zeigt der Maler- und Lackierermeister auch in seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als öffentlich bestellter Sachverständiger, Vorstandsmitglied der Malerinnung und Mitglied der Vollversammlung der Handwerkskammer Heilbronn-Franken. Auch die nächste Generation steht bereits in den Startlöchern: Sohn Patrick wird voraussichtlich nächstes Jahr die Meisterausbildung der Maler- und Lackierer abschließen, Tochter Nicole unterstützt das Unternehmen in der kaufmännischen Verwaltung.

 Fernsehbeitrag von L-TV zum Betriebsbesuchstag:

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