Dachdeckermeister Kurt Breischaft im Gespräch mit zwei Flüchtlingen.
Handwerkskammer/V
Dachdeckermeister Kurt Breischaft im Gespräch mit zwei Flüchtlingen.

Wer sucht, der findet

Pressemitteilung der Handwerkskammer vom 18. Oktober 2016:

Anfang Oktober trafen sich acht Handwerksbetriebe und rund 200 Flüchtlinge mit Berufserfahrung im Bildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer (BTZ). Die Kammer hatte gemeinsam mit der Agentur für Arbeit zu einem Bewerbertag eingeladen. Ziel der Veranstaltung: Betriebe, die händeringend Mitarbeiter suchen und geflüchtete Menschen zusammenbringen.

Perspektive in Deutschland

„Mit dem Bewerbertag nimmt die Kammer einerseits ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr, Flüchtlinge bei der Integration in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Andererseits helfen wir unseren Betrieben bei der Suche nach Mitarbeitern“, erklärt Ulrich Bopp, Präsident der Handwerkskammer. Das Interesse der Betriebe zeige, dass diese bereit seien, neue Wege bei der Suche nach Fachkräften zu gehen. Und jungen Flüchtlingen eine Perspektive in Deutschland zu bieten. Durch Praktikumsplätze, Ausbildungsstellen und eine Anstellung im Handwerk. Darüber freut sich auch Jürgen Czupalla, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Heilbronn. „Neben dem Erlernen der deutschen Sprache sind Arbeit und Beruf besonders wichtig, damit Integration gelingen kann.“

Gute Vorbereitung

Betriebe und Bewerber wurden  gezielt von der Kammer und den Jobcentern angesprochen. Das Angebot richtete sich vor allem an die Branchen und Berufe, die besonders dringend Mitarbeiter suchen: die Metall- und Baubranche, Friseure, Schreiner, Bäcker. Ein Team von Arbeitsvermittlern der Arbeitsagentur war beim Bewerbertag mit dabei und unterstützte Asylsuchende und Flüchtlinge beim Kontakt mit den Betrieben. Aber auch die Betriebe selbst waren sehr gut vorbereitet. Einige brachten Dolmetscher mit, andere eigene Mitarbeiter, die über die entsprechenden Sprachkenntnisse verfügen.

Vielversprechend

Zu den teilnehmenden Betrieben gehörte zum Beispiel die Zimmerei Breischaft in Lauffen. Inhaber Kurt Breischaft weiß, wie schwer es ist, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. „Wer heute gut ausgebildet ist, ist in Arbeit. Die Auftragsbücher sind fast überall voll und das Angebot an Fachkräften ist knapp“, sagt er. Umso erfreulicher ist das erste Fazit des Bewerbertages. Fast alle Betriebe sind fündig geworden und führen Folgegespräche. Ein Großteil der Interessenten wird schon in Kürze einen Probetag oder ein Praktikum absolvieren.

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