Handwerkskonjunktur in der Region Heilbronn-Franken kommt in Fahrt

Pressemitteilung der Handwerkskammer Heilbronn-Franken vom 16. Juli 2010:

Die besser werdende gesamtwirtschaftliche Lage und saisonbedingte Nachholeffekte sorgen im Handwerk momentan für Wachstumsimpulse. Der Aufschwung im Handwerk festigt sich auch in der Region Heilbronn-Franken immer mehr. Die Handwerksbetriebe berichten über eine rege Nachfrageentwicklung und schätzen die Aussichten für die kommenden Monate zuversichtlich ein. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Heilbronn-Franken unter ihren rund 11.900 Mitgliedsbetrieben.

Geschäftsentwicklung

Die Zahl der positiven Meldungen zur Geschäftslage überwiegt mittlerweile deutlich. Fast die Hälfte der befragten Betriebe bewertet die derzeitige Lage mit guten Noten. Gleichzeitig berichten nur 11,8 Prozent der hiesigen Handwerker von einer schwachen Geschäftsentwicklung. Ein Jahr zuvor musste noch jeder vierte Betrieb mit einer schlechten Lage zurechtkommen. Das gute Stimmungsbild der Handwerksbetriebe wird durch Geschäftsaussichten ergänzt, die beinahe so positiv sind wie im Vorjahresquartal.

Der Konjunkturindikator, der die Geschäftslage im gerade abgelaufenen und die Erwartungen für das nächste Quartal in einer Kennzahl zusammenfasst, erreicht im zweiten Quartal 2010 einen Stand von 35,4 Punkten. Auf diesem Niveau befand er sich zuletzt im Jahr 2007, als die Wirtschaftskrise noch weit entfernt war.

 Auftragseingang

Dass es aufwärts geht, zeigt auch das Plus bei den Auftragseingängen. Mit 46 Prozent konnte beinahe jedes zweite Unternehmen mehr Aufträge verbuchen. Im Jahr zuvor meldeten nur 33,2 Prozent der Befragten ein Auftragsplus. Nach knapp einem Viertel im vergangenen Jahr liegt der Anteil der Betriebe mit sinkenden Auftragsbeständen in diesem Jahr lediglich bei einem Siebtel. In den kommenden Monaten dürften sich die Auftragsbücher der Handwerksbetriebe weiter füllen – wenngleich in einem etwas geringeren Tempo.

Umsatzsituation

Die Frühjahrsmonate brachten auch die Umsatzentwicklung in Schwung. Bei knapp der Hälfte der Betriebe erhöhten sich die Umsätze, während rund 14 Prozent der Firmen einen Rückgang meldeten. Das ist ein deutlich komfortableres Plus als noch vor einem Jahr, als nur 31,7 Prozent steigende Umsätze verbuchten und noch jeder Vierte ein Minus hinnehmen musste. Die Erwartungen sind etwas gedämpfter als 2009. Jeder fünfte Betrieb ist zuversichtlich, in den nächsten Monaten seinen Umsatz steigern zu können. Vor einem Jahr war es noch jeder vierte Betrieb.

Investitionen

Außerdem zieht die Investitionstätigkeit der Handwerksbetriebe an. Fast ein Viertel der Unternehmen in der Region hat in den letzten Monaten mehr Geld für Anschaffungen ausgegeben. Auf Investitionen ganz verzichtet hat knapp die Hälfte der Befragten, während es vor einem Jahr noch fast zwei Drittel waren. Die Investitionsbereitschaft wird auch im nächsten Quartal nicht erlahmen. 45,2 Prozent der Handwerker planen die Anschaffung neuer Maschinen und Werkzeuge – gegenüber 33,6 Prozent im Vorjahresquartal.

"Die positiven Signale stimmen zuversichtlich. Nach dem langen Winterhalbjahr scheint nun der Frühlingsaufschwung angekommen zu sein. Das macht Hoffnung für das zweite Halbjahr", so Kammerpräsident Ulrich Bopp anlässlich der Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage.

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online seit 16. Jul 2010, aktualisiert am 09. Dez 2010

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