Eine junge Frau legt in einer Werkstatt lächelnd eine Holzlatte in eine moderne CNC-Maschine.
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Ausbildungsstart im Handwerk der Region

Weniger neue Azubis starten zum 1. September im Handwerk der Region ins Berufsleben. Hier gibt es die sieben wichtigsten Tipps für die ersten Tage im neuen Lebensabschnitt.

Am 1. September beginnt in vielen Handwerksbetrieben das neue Ausbildungsjahr. Durch die erschwerten Bedingungen aufgrund der Corona-Pandemie starten allerdings deutlich weniger Azubis in eine vielversprechende Zukunft im Handwerk. Bis zum 31. August verzeichnete die Handwerkskammer 1.369 neue Lehrverträge – im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 9,6 Prozent. Ralf Schnörr, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Heilbronn-Franken, ist trotzdem froh darüber, wie sich die Zahlen entwickelt haben. „Wir waren lange bei einem zweistelligen Minus, da ist diese Zahl schon ein kleiner Erfolg“, betont Schnörr. 

Die Bereitschaft Lehrlinge auszubilden sei bei den Betrieben nach wie vor groß. Aber Eltern und Schulabgänger seien durch die Krise verunsichert. „Da fast alle Maßnahmen zur praktischen Berufsorientierung dieses Jahr ins Wasser fielen, hat sich der Trend zum Besuch weiterführender Schulen noch verstärkt“, meint Schnörr. Dabei gäbe es doch gerade im Handwerk krisensichere Berufe. „Der Start in die Ausbildung ist auch nach dem ersten September noch möglich“, appelliert Schnörr mit Verweis auf rund 900 freie Lehrstellen in der Lehrstellenbörse der Handwerkskammer.

Weitere Informationen

  Lehrstellenbörse

Tipps für den Start

Für alle, die schon eine Stelle haben, beginnt damit ein ganz neuer Lebensabschnitt. Was erwarten die Betriebe von ihren Auszubildenden und wie können sich die Jugendlichen darauf vorbereiten? Hier die sieben wichtigsten Tipps für den gelungenen Start:

1. Pünktlich da sein

Den Wecker sollte lieber ein bisschen früher stellen. Denn wer zu spät kommt, gilt schnell als unzuverlässig. Deshalb besser einen Puffer lassen, dann kann einen auch ein Stau oder ein verspäteter Zug nicht aus der Ruhe bringen.

2. Freundlich sein

Wenn die Aufregung groß ist, können einem schon mal die Worte fehlen. Aber ein freundliches „Guten Morgen“ für die neuen Kollegen muss drin sein. Am besten merkt man sich auch gleich die Namen zumindest der direkten Ansprechpartner. „Bitte“ und „Danke“ gehören natürlich ebenfalls dazu.

3. Interesse zeigen

Fragen stellen heißt nicht, dass man keine Ahnung hat, sondern dass man sich für etwas interessiert – und genau das erwartet ein Betrieb von seinen Auszubildenden. Dass man am Anfang der Ausbildung noch kein Fachwissen haben kann, ist jedem klar, also: fragen, fragen, fragen.

4. Regeln beachten

Im Betrieb hat sich jeder an bestimmte Vorgaben zu halten, etwa wenn es um die Arbeits- und Pausenzeiten, Krankmeldungen oder das Verhalten bei Unfällen geht. Auch für die Handynutzung oder bei der Kleiderordnung können besondere Vereinbarungen gelten. Man sollte also wissen, was vorgeschrieben und was üblich ist und diese Regeln auch beachten. Das gilt derzeit insbesondere für die Hygiene- und Abstandsregelungen zur Minderung des Infektionsrisikos. Am besten, man erkundigt sich schon vorab über die geltenden Bestimmungen im Betrieb und in der Berufsschule.

5. Keine Angst vor Fehlern

Fehler passieren jedem. Und gerade am Anfang kann man sicher nicht alles richtigmachen. Wichtig ist nur, dass man dazu steht und nichts unter den Tisch kehrt. Dann kann man aus Fehlern nämlich auch was lernen.

6. Überblick bewahren

Neue Menschen, neue Abläufe und jede Menge Informationen – der Wechsel von der Schule in den Beruf kann ganz schön anstrengend sein. Bevor einem das alles über den Kopf wächst, sollten man ab und zu Ordnung schaffen und Überblick gewinnen. Das geht zum Beispiel, indem man sich die wichtigsten Dinge und Fragen notiert und mit seinem Ausbilder darüber spricht. Diesem Zweck dient auch das Berichtsheft. Damit weisen Azubis außerdem bei späteren Prüfungen nach, was sie in der Ausbildung gelernt haben. Das Ausfüllen sollte also zur täglichen Routine werden.

7. Rat holen

Die Ausbildungsberater der Handwerkskammer begleiten Lehrlinge und Betriebe über den gesamten Zeitraum der Berufsausbildung. Ob allgemeine Informationen, arbeitsrechtliche Frage haben oder als Vermittler in Konflikten: ein Anruf genügt. Was sich nicht telefonisch klären lässt, besprechen wir gerne vor Ort.

Weitere Informationen

  Ausbildungsberatung