Auf weißem Hintergrund liegen eine FFP2-Gesichtsmaske und die einzelnen Bestandteile eines Covid-19-Testkits.
Frauke Riether/Pixabay

Neue Corona-Verordnung in Baden-Württemberg

Am 16. September ist die neue Corona-Verordnung in Kraft getreten.

Die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg wurde aktualisiert. Mit der neuen Verordnung will die Landesregierung sicherstellen, dass es nicht zu einer Überlastung des Gesundheitssystems durch COVID-19-Erkrankungen kommt. Sie ist am 16. September 2021 in Kraft getreten.

Das "dreistufige System"

Die Corona-Verordnung sieht seit dem 16. September ein dreistufiges Warnsystem vor, das sich nach der Hospitalisierungsinzidenz richtet:

  • Basisstufe
  • Warnstufe
  • Alarmstufe.

Tritt die Warnstufe oder die Alarmstufe ein, besteht zusätzlich zu den weiter unten genannten Vorgaben eine Testpflicht für Beschäftigte und Selbständige mit Kontakt zu externen Personen – also zum Beispiel Kundenkontakt, Kontakt zu Lieferanten oder externen Mitarbeitenden. Die Testpflicht betrifft also auch körpernahe Dienstleister.

  Testpflicht

Nicht geimpfte oder genesene Personen müssen sich zwei Mal pro Woche testen (lassen). Sie sind verpflichtet, die Nachweise über die Testungen für vier Wochen aufzubewahren. Die Dokumentation ist auf Verlangen den zuständigen Behörden zugänglich zu machen.

Genesene und geimpfte Personen sind von dieser Testpflicht ausgenommen.

Strenge Vorgaben für Friseure und Kosmetiker

Die Corona-Verordnung bringt für Friseursalons, Kosmetikstudios und Fußpfleger strenge Vorgaben. Zu den körpernahen Dienstleistern im Handwerk zählen zum Beispiel:

  • Friseursalons und Barbershops
  • Fußpfleger
  • Kosmetikstudios und Nagelstudios

Betriebe, in denen diese Dienstleistungen angeboten werden, dürfen unabhängig von lokalen Inzidenzzahlen öffnen und ihr Handwerk unter Einhaltung der Infektionsschutzvorgaben ausüben. Die Vorgaben gelten außerdem unabhängig davon, ob die Dienstleistung in einem Ladenlokal oder mobil erbracht wird.

  Tipp

Bei weitergehenden Fragen zu lokalen Vorgaben wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Ordnungssamt.



Was gilt für Kunden?

Kunden dürfen körpernahe Dienstleistungen nur mit einem Impfnachweis, einem Genesenennachweis oder einen negativen Antigen-Schnelltest in Anspruch nehmen. Das gilt unabhängig davon, ob bei der Dienstleistung eine Maske getragen werden kann oder nicht – allerdings nicht bei rein gesundheitsbezogenen Dienstleistungen wie Podologie oder medizinischer Fußpflege.

In geschlossenen Räumen gilt sowohl für Kunden als auch für Beschäftigte die Maskenpflicht. Das Tragen einer medizinischen Maske oder einer FFP2-/KN95-/N95-Maske ist auch im Freien Pflicht, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht dauerhaft eingehalten werden kann.

Hygienekonzept erstellen

Körpernahe Dienstleister müssen ein Hygienekonzept erstellen, es auf Verlangen der zuständigen Behörde vorlegen und Auskunft über die Umsetzung erteilen. Das Konzept muss schriftlich darstellen, wie die Hygienevorgaben umgesetzt werden. Dazu zählt insbesondere:

  • die Einhaltung des Mindestabstands und die Regelung von Personenströmen
  • die regelmäßige und ausreichende Lüftung von Innenräumen
  • die regelmäßige Reinigung von Oberflächen und Gegenständen
  • die rechtzeitige und verständliche Information der Gäste über die Hygienevorgaben

Vorgaben für Schnelltests

Ist ein negativer Corona-Schnelltest erforderlich, darf er nicht älter als 24 Stunden sein. Außerdem ist der Dienstleister für die Einhaltung der nachfolgenden Vorgaben verantwortlich:

  • Der Schnelltest muss vor Ort unter Aufsicht des Dienstleisters durchgeführt werden oder
  • im Rahmen einer betrieblichen Testung durch Personal, das die dafür erforderliche Ausbildung oder Kenntnis und Erfahrung besitzt, erfolgen oder
  • von einem Leistungserbringer nach § 6 Absatz 1 der Coronavirus-Testverordnung (Corona-Teststation) vorgenommen oder überwacht werden.

Kontaktdaten von Kunden

Körpernahe Dienstleister müssen die Kontaktdaten ihrer Kunden erheben. Aus dem SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk sowie für Beauty- und Wellnessbetriebe ergibt sich außerdem, dass der Zutritt von Kunden und anderen Personen möglichst nur nach Terminvereinbarung erfolgen sollte. Personen mit COVID-19-Symptomen und solche, für die behördliche Quarantäne angeordnet ist, dürfen den Salon oder das Studio nicht betreten. Darauf sollte bereits bei der Terminvereinbarung hingewiesen werden.

  Tipp

Eine Vorlage zur Erhebung der Kundenadressdaten finden Sie hier: