Papierformulare, ein Ordner, ein Taschenrechner, ein Notizbuch, zwei Stempel und ein Kugelschreiber liegen auf grauem Tisch.
teamfoto GmbH Thomas Weckler

Finanzielle Unterstützung

Betriebe können bei Liquiditätsengpässen durch die Corona-Krise verschiedene Hilfsangebote von Land und Bund nutzen. Hier erhalten Sie einen Überblick.

Corona-Hilfen: Alle Förderprogramme im Überblick

Aufgrund der anhaltenden wirtschaftlichen Beeinträchtigungen der Betriebe durch die Corona-Pandemie wurden die verfahrensrechtlichen Steuererleichterungen durch das BMF-Schreiben vom 19. März 2022 abermals verlängert. Hierdurch sollen unbillige Härten vermieden werden. Verlängert wird insoweit die Möglichkeit, unter Darlegung ihrer Verhältnisse Anträge auf Stundung der bis zum 31. März 2022 fälligen Steuern stellen. Die Stundungen sind längstens bis zum 30. Juni 2022 zu gewähren.
In den Stundungsfällen können über den 30. Juni 2022 hinaus Anschlussstundungen für die bis zum 31. März 2022 fälligen Steuern im Zusammenhang mit einer angemessenen, längstens bis zum 30. September 2022 dauernden Ratenzahlungsvereinbarung gewährt werden.
 Bundesministerium der Finanzen 
  • Überbrückungshilfe IV
    Die Antragsfrist für Erstanträge endet am 15. Juni 2022. Bis einschließlich 15. Juni 2022 können Änderungsanträge gestellt werden, bei denen weitere Fördermonate beantragt werden (z.B. Fördermonate im 2. Quartal). Die Frist für andere Änderungen (z.B. Kontoverbindung, Fehlerkorrekturen) wurde nochmals verlängert und gilt jetzt bis 30. September 2022. Unternehmen, die bereits die Überbrückungshilfe IV für die Monate Januar bis März 2022 erhalten haben, und weitere Hilfe benötigen, können die Förderung für die Verlängerungsmonate April bis Juni 2022 einfach über einen Änderungsantrag erhalten. Alle Unternehmen, die bislang noch keinen Antrag auf Überbrückungshilfe IV gestellt haben, können jetzt einen Erstantrag für die volle Förderperiode Januar bis Juni 2022 stellen. Die bis Ende Juni verlängerte Überbrückungshilfe IV ist inhaltlich unverändert zur Überbrückungshilfe IV für die Monate Januar bis März. Auch in der verlängerten Überbrückungshilfe IV sind Unternehmen mit einem coronabedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent antragsberechtigt.
    Zu beachten ist, dass Unternehmen bei Stellung eines Änderungsantrags keine Abschlagszahlungen erhalten. Abschlagszahlungen erhalten nur die Unternehmen, die für das 1. Quartal keinen Antrag auf Überbrückungshilfe IV gestellt haben und damit für das 2. Quartal einen Erstantrag stellen werden.
     Informationen zur Überbrückungshilfe IV 
     FAQ Corona-Überbrückungshilfe IV

  • Überbrückungshilfe III Plus
    Der Förderzeitraum für die dritte Überbrückungshilfe, die auch Neustarthilfen für Soloselbständige beinhaltete (siehe unten), lief bis zum 31. März 2022. Die Antragsfrist lief am 31. März 2022 aus

    Seit Dezember gilt bei der Überbrückungshilfe III Plus eine Sonderregelung zur freiwilligen Schließung: Eine freiwillige Schließung oder Einschränkung des Ge-schäftsbetriebs, weil dessen Aufrechterhaltung wegen Corona-Zugangsbeschränkungen unwirtschaftlich wäre, schließen die Annahme eines coronabedingten Umsatzeinbruchs nicht aus und beeinträchtigen die Förderberechtigung daher nicht. Die Regelung gilt auch weiterhin für Betriebe, die infolge der Beschränkungen wegen Unwirtschaftlichkeit freiwillig geschlossen haben. Die Überbrückungshilfe III Plus kann nur über einen prüfenden Dritten beantragt werden. Antragstellende, deren Antrag auf Überbrückungshilfe III Plus bewilligt oder teilbewilligt wurde, können für die Monate Oktober bis Dezember 2021 einen Änderungsantrag stellen. Seit 22. Oktober 2021 können prüfende Dritte die Kontoverbindung berichtigen. Die Antragsfrist für Erst- und Änderungsanträge lief am 31. März 2022 aus.
      Informationen zur Überbrückungshilfe III Plus
     Antrag auf Überbrückungshilfe III Plus beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz
  • Neustarthilfe 2022
    Die Neustarthilfe 2022 wird auch für Soloselbständige verlängert. Für den Zeitraum April bis Juni 2022 können Soloselbstständige, deren Umsatz durch Corona weiter eingeschränkt ist, damit zusätzlich bis zu 4.500 Euro Unterstützung erhalten. Details zur Antragsstellung werden zeitnah auf der Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de veröffentlicht. Die Frist für die Antragstellung endet jedoch bereits am 15. Juni 2022! Seit dem 23. Mai 2022 bis 30. September 2022 können Direktantragstellende und prüfende Dritte Änderungsanträge stellen.

    Bei der Neustarthilfe 2022 ist das Verfahren anders, als bei der Verlängerung der Überbrückungshilfe IV. Soloselbständige, die hierüber auch für das 2. Quartal 2022 Ansprüche anmelden wollen, müssen wiederum einen Neuantrag stellen - die Möglichkeit von Änderungsanträgen gibt es hier nicht. Auf der entsprechenden Internetseite gibt es jetzt oben am Seitenanfang zusätzlich einen Button für den Direkteinstieg von Direktantragstellern. Über diesen Direkteinstieg gelangen Soloselbständige auch zum neuen Antragspostfach, über das jetzt auch die Kommunikation mit den Bewilligungsstellen sicher erfolgen kann. Falls die Bewilligungsstellen Rückfragen zum Direktantrag haben, senden diese den Betroffenen eine Benachrichtigung über eine Rückfrage an die hinterlegte E-Mail-Adresse. Die Beantwortung der Anfrage erfolgt dann ebenfalls über das Antragspostfach - eine Beantwortung per Mail wird künftig nicht mehr möglich sein. Weitere Informationen zum Antragspostfach wurden hier zusammengestellt:
     Antragspostfach mit aktuellen Nachrichten
     Internetseite zu Corona-Hilfen des Bundes mit Button "Direkteinstieg von Direktantragstellern"
     www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

  • Neustarthilfe Plus
    Mit dem Programm Neustarthilfe Plus wurden unter anderem Soloselbstständige, Kapitalgesellschaften und Genossenschaften bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie in den Förderzeiträumen Juli bis September 2021 und Oktober bis Dezember 2021 unterstützt.

    Soloselbständige konnten mit dem Direktantrag im eigenen Namen ohne prüfenden Dritten die Neustarthilfe Plus sowohl für das dritte als auch das vierte Quartal beantragen, sofern sie keine Anträge auf Überbrückungshilfe III beziehungsweise Überbrückungshilfe III Plus gestellt haben.

    Der Vorschuss (Betriebskostenpauschale) wurde im Vergleich zum vorherigen Förderprogramm Neustarthilfe (siehe abgelaufene Hilfsprogramme), das im Juni 2021 endete, auf maximal 4.500 Euro für Soloselbstständige sowie Ein-Personen-Kapitalgesellschaften und auf bis zu 18.000 Euro für Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften und Genossenschaften im gesamten Bezugszeitraum erhöht.

    Die Antragsfrist für die Neustarthilfe Plus für den Förderzeitraum Juli bis September 2021 lief am 31. März 2022 aus. Nach Ablauf des Förderzeitraums sind Empfänger der Neustarthilfe dazu verpflichtet, bis spätestens 30. Juni 2022 eine Endabrechnung zu erstellen. Die Frist für die etwaig anfallende Rückzahlung für die Neustarthilfe endet für Direktantragstellerinnen und Direktantragsteller am 31. Dezember 2022. Die Sonderregelung gilt auch für die Neustarthilfe Plus, deren Antragsfrist bis zum 31. März 2022 verlängert wurde.

    Damit Unternehmen, die über prüfende Dritte Anträge gestellt haben, auch in der Schlussrechnungsphase auf dem Laufenden bleiben können, wird ein Informationsportal "Meine Überbrückungshilfe" eingerichtet, zum Beispiel mit Übersichten zu den Anträgen und Verfahrensständen.
    Unternehmen, die bereits Überbrückungshilfeanträge gestellt haben und Interesse an einer Teilnahme an der Testung des Portals haben, können sich direkt melden bei  jan.giesau@init.de (Stichwort: "Teilnahme Betatest Infoportal"). Die Auswahl der Teilnehmer erfolgt unbürokratisch im Windhundverfahren, bis genug Teilnehmer vorhanden sind. Das Informationsportal wird voraussichtlich zeitnah mit der Schlussabrechnung an den Start gehen.

    Weitere Informationen zur Neustarthilfe Plus:
     Informationen zur Neustarthilfe Plus
     FAQ zur Neustarthilfe Plus
     Antrag auf Neustarthilfe Plus

Land ergänzt Förderung mit Pauschalbetrag
Ein Härtefall im Sinne dieses Programms liegt grundsätzlich dann vor, wenn auf ein Unternehmen die folgenden beiden Merkmale zutreffen:

Das Unternehmen befindet sich in einer existenzbedrohlichen Situation, die auf die Folgen der Corona-Pandemie zurückzuführen ist. Das Unternehmen hat in dem Zeitraum, für den ein Antrag auf Härtefallhilfen gestellt werden soll, keinen Zugang zu einem Corona-Hilfsprogramm des Bundes, der Länder oder der Kommunen. Beide Merkmale müssen geprüft sein und im Antrag begründet werden.

Nicht antragsberechtigt sind Unternehmen, die nicht bei einem deutschen Finanzamt geführt werden, Unternehmen ohne inländische Betriebsstätte oder inländischen Sitz sowie öffentliche Unternehmen.

Die Höhe der Unterstützungsleistung richtet sich nach der Corona-bedingten bisher nicht ausgeglichenen Belastung. Sie orientiert sich grundsätzlich an den förderfähigen Tatbeständen der bisherigen Unternehmenshilfen des Bundes, das heißt insbesondere an den förderfähigen Fixkosten. In Abhängigkeit von der Belastung sollte die Härtefallhilfe im Förderzeitraum im Regelfall 100.000 Euro nicht übersteigen. Dabei muss die Bewilligung der Mittel beihilferechtskonform erfolgen. Der beihilferechtlich zulässige Höchstbetrag unter Ausnutzung der Kumulierungsmöglichkeiten darf insgesamt nicht überschritten werden (insbesondere Rahmen der De-minimis-Verordnung, Bundesregelung Kleinbeihilfe und Bundesregelung Fixkostenhilfe).

Härtefallhilfen sind wie die Überbrückungshilfen grundsätzlich durch prüfende Dritte, wie Steuerberater, Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer, beim jeweiligen Land zu beantragen. Der Förderzeitraum der Härtefallhilfe wurde verlängert und umfasst nun auch die Monate Januar bis März 2022. Die Antragsstellung für den neuen Förderzeitraum ist seit dem 6. Januar 2022 möglich.

Weitere Informationen zu Härtefallhilfen:
 Informationen der Landesregierung Baden-Württemberg
 Antragstellung für Härtefallhilfen und fiktiver Unternehmerlohn


  • Soforthilfe
    Das erste Corona-Soforthilfeprogramm für Betriebe ist am 31. Mai 2020 ausgelaufen. Alle vollständig eingereichten Anträge auf Soforthilfe wurden abschließend von dem Soforthilfe-Team der Handwerkskammer Heilbronn-Franken bearbeitet und zur finalen Prüfung an die L-Bank weitergegeben.
    Handwerksbetriebe und Soloselbstständige, die die Soforthilfe in Anspruch genommen haben, sind im Herbst 2021 per Post angeschrieben worden. In dem Brief bittet die L-Bank die Soforthilfe-Empfänger um die Angabe weiterer Informationen.  Ansprechpartner und weitere Angaben 

  • November- und Dezemberhilfe
    Die Novemberhilfe und die Dezemberhilfe ist am 30. April 2020 ausgelaufen.

  • Corona Überbrückungshilfen I bis II
    Die Überbrückungshilfe I hatte den Förderzeitraum Juni bis August 2020. Die Antragsfrist endete am 9. Oktober 2020. Zuschüsse können in der Schlussabrechnung nur nach unten korrigiert werden. Auch die Überbrückungshilfe II ist im Sommer 2020 ausgelaufen.

  • Stabilisierungshilfe I und II
    Die Stabilisierungshilfe Corona für das Hotel- und Gaststättengewerbe hatte den Förderzeitraum Mai bis Dezember 2020. Die Antragsfrist ist am 31. Dezember 2020 abgelaufen. Ebenfalls ausgelaufen ist die Stabilisierungshilfe II am 30. Juni 2021.

Weitere Informationen:
  Informationen zum Infektionsschutzgesetz
  Infoportal zur Antragsstellung auf Entschädigungen nach Infektionsschutzgesetz
 Broschüre: "Restschuldbefreiung - wirtschaftlicher Neustart" des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz

  • Schlussabrechnung Überbrückungshilfe I-III sowie November- und Dezemberhilfe (Paket 1)
    Start Einreichung Paket 1: 5. Mai 2022 für Überbrückungshilfen I-III, November- und Dezemberhilfen
    Fristende für Einreichung: 31. Dezember 2022
    Frist für Rückzahlungen: Die Bewilligungsstelle wird im Falle einer Rückzahlungsverpflichtung im Schlussbescheid eine angemessene Zahlungsfrist festsetzen.

  • Schlussabrechnung Neustarthilfe Plus
    Fristende für Einreichung der Endabrechnung: direktantragstellende Empfängerinnen oder Empfänger bis spätestens 30. Juni 2022. Prüfende Dritte können die bis zum 31. Dezember 2022 einreichen.
    Frist für Rückzahlungen: Innerhalb von vier Wochen nach Versand des Schlussbescheides zu zahlen.

  • Schlussabrechnung Überbrückungshilfe III Plus und IV (Paket 2)
    Fristende für Einreichung: 31. Dezember 2022
    Frist für Rückzahlungen: Die Bewilligungsstelle wird im Falle einer Rückzahlungsverpflichtung im Schlussbescheid eine angemessene Zahlungsfrist festsetzen.
 

Beratung und Unterstützung bei der Handwerkskammer

Sie sind sich nicht sicher, welches Hilfsprogramm das richtige ist oder haben Fragen zur Beantragung einzelner Programme? Die Unternehmensberater der Handwerkskammer Heilbronn-Franken stehen Ihnen beratend zur Seite.

Beratung durch Wirtschaftsministerium

Auch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg bietet eine Beratung an. Auf der Internetseite finden Sie eine Übersicht über Anlaufstellen, die Sie bei Fragen zu Corona-Verordnungen oder Corona-Hilfen kontaktieren können
 Corona-Ansprechpartner für Unternehmen

 Ihre Ansprechpartner

Bitte wenden Sie sich telefonisch an Ihren zuständigen Berater vor Ort.

Heilbronn und Main-Tauber-Kreis:

Dipl.- Betriebswirtin (FH) Monika Dietrich
Abteilungsleiterin Unternehmensberatung

Tel. 07131 791-170
Fax 07131 791-2570
Monika.Dietrich--at--hwk-heilbronn.de

Schwäbisch Hall- und Hohenlohekreis:

Dipl.-Kauffrau Christina Bauer
Unternehmensberatung

Tel. 0791 97107-12
Fax 0791 97107-28
Christina.Bauer--at--hwk-heilbronn.de