Papierformulare, ein Ordner, ein Taschenrechner, ein Notizbuch, zwei Stempel und ein Kugelschreiber liegen auf grauem Tisch.
teamfoto GmbH Thomas Weckler

Finanzielle Unterstützung

Betriebe können bei Liquiditätsengpässen durch die Corona-Krise verschiedene Hilfsangebote von Land und Bund nutzen.

Außerordentliche Wirtschaftshilfe des Bundes für die vom Teil-Lockdown im November und Dezember betroffenen Branchen

Die von der temporären Schließung betroffenen Betriebe und Soloselbständige, wie Kosmetikstudios und Nagelstudios, sollen eine außerordentliche Wirtschaftshilfe vom Bund erhalten, um sie für finanzielle Ausfälle zu entschädigen. 

Mit der Novemberhilfe sowie inzwischen auch die Dezemberhilfe werden Zuschüsse pro Woche der Schließungen in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 gewährt.

Soloselbstständige können als Vergleichsumsatz alternativ zum wöchentlichen Umsatz im November 2019 den durchschnittlichen Wochenumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen. Bei Antragsberechtigten, die nach dem 31. Oktober 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, kann als Vergleichsumsatz der durchschnittliche Wochenumsatz im Oktober 2020 oder der durchschnittliche Wochenumsatz seit Gründung gewählt werden.

Anrechnung erhaltener Leistungen

Andere staatliche Leistungen, die für den Förderzeitraum November 2020 gezahlt werden, werden angerechnet. Das gilt vor allem für Leistungen wie Überbrückungshilfe oder Kurzarbeitergeld.

Antragstellung November- und Dezemberhilfe

Die Corona November- und Dezemberhilfe kann über die bundeseinheitliche IT-Plattform der Überbrückungshilfe gestellt werden. Die Antragstellung für Unternehmen erfolgt über einen prüfenden Dritten, wie Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer

Soloselbständige sind bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 Euro unter besonderen Identifizierungspflichten direkt antragsberechtigt, sofern sie bisher noch keinen Antrag auf Überbrückungshilfe gestellt haben. Als Voraussetzung hierfür benötigt man ein ELSTER-Zertifikat. Informationen zur Erstellung eines Benutzerkontos für ELSTER und zur Zertifikatsdatei finden Sie auf dem  ELSTER-Portal. Soloselbständige erhalten die beantragte Förderung direkt in voller Höhe.

Die Antragsfrist für Erstanträge der November- und Dezemberhilfe ist zum 30. April ausgelaufen. Änderungsanträge können bis zum 30. Juni 2021 gestellt werden. Die Korrektur der IBAN ist bis zum 31. Juli 2021 möglich.

Abschlagszahlung

Die Antragstellung und Auszahlung erfolgt voll elektronisch über die IT-Plattform der Überbrückungshilfe  www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.

 Weitere Informationen 

Ausführliche Informationen zur Antragstellung und Auszahlung der Novemberhilfe finden Sie auf der Plattform:   www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

 Fragen und Antworten zur Beantragung findet man im Novemberhilfe-FAQ

Überbrückungshilfe Corona

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bietet seit 10. Juli 2020 kleinen und mittelständischen Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder in wesentlichen Teilen einstellen mussten, die Überbrückungshilfe Corona an. Unternehmen können Zuschüsse zu den betrieblichen Fixkosten erhalten. Dabei gilt: Je größer der Umsatzeinbruch, desto höher wird der Zuschuss ausfallen.

Die Antragstellung wird in einem bundesweit einheitlichen und vollständig digitalisierten Verfahren ausschließlich von einem vom Antragsteller beauftragten Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer durchgeführt. Diese prüfen im Rahmen der Antragstellung die geltend gemachten Umsatzeinbrüche und die fixen Kosten. Die Überbrückungshilfe wird über die Länder umgesetzt und ausgezahlt.

Die Antragsfrist für die erste Phase der Überbrückungshilfe endete zum 9. Oktober 2020. Es ist nicht möglich, nach dem 9. Oktober 2020 rückwirkend einen Antrag für die erste Phase zu stellen.

Überbrückungshilfe II

Die Überbrückungshilfe II umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Anträge für diesen Zeitraum können seit dem 21. Oktober 2020 gestellt werden. Die Antragsfrist ist am 31. März 2021 ausgelaufen.

Überbrückungshilfe III

Der Förderzeitraum für die Überbrückungshilfe umfasst den November 2020 bis Juni 2021.

Damit Hilfen schnell bei den Betroffenen ankommen, wird bei der Überbrückungshilfe III ein Abschlag über den Bund (Bundeskasse) gezahlt. Der Bund geht hiermit quasi in Vorleistung für die Länder, die weiterhin für die regulären Auszahlungen zuständig sind.

Neu bei den erstattungsfähigen Kostenpositionen sind Abschreibungen auf Wirtschaftsgüter bis zu einer Höhe von 50 Prozent sowie Investitionen in Digitalisierung. Zusätzlich zu den Umbaukosten für Hygienemaßnahmen werden Investitionen in Digitalisierung (zum Beispiel Aufbau oder Erweiterung eines Online-Shops, Eintrittskosten bei großen Plattformen) bei den Fixkosten berücksichtigt. Für beide Bereiche werden nunmehr auch Kosten berücksichtigt, die außerhalb des Förderzeitraums entstanden sind. Konkret werden entsprechende Kosten für bauliche Maßnahmen bis zu 20.000 Euro pro Monat erstattet, die im Zeitraum März 2020 bis Juni 2021 angefallen sind. Für Digitalinvestitionen können einmalig bis zu 20.000 Euro gefördert werden.

Soloselbständige, die nur geringe Betriebskosten haben, können im Rahmen der Überbrückungshilfe III die "Neustarthilfe" beantragen.

Anträge für die Überbrückungshilfe III können seit 11. Februar 2021 gestellt werden. 

Härtefallhilfen und Fortführung des fiktiven Unternehmerlohns - Land ergänzt Förderung mit Pauschalbetrag

Das Land Baden-Württemberg gewährt einen fiktiven Unternehmerlohn pauschal mit einem Festbetrag in Höhe von 1.000 Euro pro Monat für den Zeitraum Januar bis Juni 2021, sofern ein Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 vorliegt. Im Gegensatz zur Überbrückungshilfe I und II ist der fiktive Unternehmerlohn nicht mehr nach Höhe des Umsatzeinbruchs gestaffelt.

Anträge für den fiktiven Unternehmerlohn können seit 18. Mai 2021 im Rahmen der Antragstellung auf Überbrückungshilfe III über die Plattform des Bundes gestellt werden. Wurde die Überbrückungshilfe III bereits bewilligt, kann der fiktive Unternehmerlohn auch nachträglich über einen Änderungsantrag beantragt werden.

Sind Soforthilfe-Empfänger berechtigt?

Das Überbrückungshilfeprogramm schließt zeitlich an das Soforthilfeprogramm an. Unternehmen, die bereits Soforthilfe in Anspruch genommen haben, aber weiter von Umsatzausfällen betroffen sind, sind erneut antragsberechtigt. Allerdings erfolgt bei Überschneidung der Förderzeiträume eine anteilige Anrechnung der Soforthilfe auf die Überbrückungshilfe. Eine Überkompensation ist zurückzuzahlen. 

 Weitere Informationen

 Ministerium für Wirtschaft, Arbeit- und Wohnungsbau Baden-Württemberg

 www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

  Informationen Überbrückungshilfe III

FAQ „Corona-Überbrückungshilfe III“

 Hinweis: Die Abwicklung läuft nicht über die Handwerkskammer. Bitte wenden Sie sich an Ihren Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer.



 Weitere Informationen zu Härtefallhilfen

 Informationen der Landesregierung Baden-Württemberg

 Informationen vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

 Antragstellung für Härtefallhilfen und fiktiver Unternehmerlohn:   www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

Stabilisierungshilfe: Auch für Handwerksbetriebe mit Gastro-Bereich

Die Stabilisierungshilfe Corona des Landes unterstützt Unternehmen aus der Gastronomie- und Hotelbranche, die in Folge der Corona-Pandemie in ihrer Existenz bedroht sind. Da die Fördergrenzen für die Beantragung der Stabilisierungsgrenzen gesenkt wurden, konnten auch Handwerksbetriebe, die einen Teil ihres Umsatzes über gastronomische Angebote oder Catering erzielen, die Stabilisierungshilfe beantragen.

Dies betrifft vor allem Bäckereien, Konditoreien, Metzgereien und Brauereien. Voraussetzung war: Mindestens 30 Prozent des Umsatzes müssen normalerweise über den gastronomischen Bereich oder Catering erzielt werden. Für die Beantragung musste der Betrieb einen coronabedingten Liquiditätsengpass nachweisen. Zwingend erforderlich war die Einbeziehung eines Steuerberaters, Rechtsanwalts oder Wirtschaftsprüfers.

Bei 30 bis 49 Prozent Umsatz mit gastronomischen Bezug lagen die Zuschüsse dann bei bis zu 2.000 Euro pro Betrieb und zusätzlich 1.000 Euro pro Mitarbeiter. Ab 50 Prozent gastronomischem Umsatz gab es 3.000 Euro pro Betrieb und zusätzlich 2.000 Euro pro Mitarbeiter. Betriebe konnten mit den Zuschüssen für einen bis zu dreimonatigen Förderzeitraum, zwischen dem 1. Mai und dem 31. Dezember 2020, unterstützt werden.

 Weitere Informationen

Für das baden-württembergische Handwerk gibt die BWHM GmbH zur Stabilisierungshilfe Auskunft  unter0711/263709-151 oder  mkeck@bwhmberatung.de

 Hinweis

Die Antragsfrist ist am 31. Dezember 2020 ausgelaufen. Es ist nicht mehr möglich, einen Antrag zu stellen.

Weitere Angaben finden Sie online beim  Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

Weitere Hilfsprogramme und Unterstützungsangebote

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWI) hat verschiedene Corona-Hilfen für in Not geratene Betriebe aufgelegt und informiert darüber auf einer Sonderseite.

Bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) finden Betriebe eine Übersicht der aktuellsten Informationen zum Kurzarbeitergeld.

Informationen zu finanziellen Hilfen und Kreditangeboten in Krisenzeiten gibt es bei der L-Bank, der Bürgschaftsbank und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Beratung und Unterstützung bei der Handwerkskammer

Sie sind sich nicht sicher, welches Hilfsprogramm das richtige ist oder haben Fragen zur Beantragung einzelner Programme? Die Unternehmensberater der Handwerkskammer Heilbronn-Franken stehen Ihnen beratend zur Seite. 

Beratung durch Wirtschaftsministerium 

Auch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg bietet eine Beratung an. Auf der Internetseite finden Sie eine Übersicht über Anlaufstellen, die Sie bei Fragen zu Corona-Verordnungen oder Corona-Hilfen kontaktieren können:  Corona-Ansprechpartner für Unternehmen

 Ihre Ansprechpartner

Bitte wenden Sie sich telefonisch an Ihren zuständigen Berater vor Ort.

Heilbronn:

Dipl.- Betriebswirtin (FH) Monika Dietrich
Abteilungsleiterin Unternehmensberatung

Tel. 07131 791-170
Fax 07131 791-2570
Monika.Dietrich--at--hwk-heilbronn.de

Dipl.-Betriebswirt (BA) Erhard Steinbacher
Unternehmensberatung

Tel. 07131 791-173
Fax 07131 791-2573
Erhard.Steinbacher--at--hwk-heilbronn.de

Schwäbisch Hall- und Hohenlohekreis:

Dipl.-Kauffrau Christina Bauer
Unternehmensberatung

Tel. 0791 97107-12
Fax 0791 97107-28
Christina.Bauer--at--hwk-heilbronn.de

Main-Tauber-Kreis:

Dipl.-Betriebswirt (FH) Paul Mendel
Unternehmensberatung

Tel. 09341 925120
Fax 07131 791-2595
Paul.Mendel--at--hwk-heilbronn.de