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Gute Aussichten trotz verhaltenem Start ins Jahr 2018

Pressemitteilung der Handwerkskammer vom 18. April 2018

Die Konjunktur im Handwerk der Region bleibt auch 2018 auf einem hohen Niveau. Auch wenn der stetige Aufwärtstrend zu Jahresbeginn etwas ausgebremst ist. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Heilbronn-Franken. Zwar ist die Mehrheit der befragten Betriebe nach wie vor zufrieden mit ihren Geschäften. Im Jahr zuvor war die Stimmung zu Jahresbeginn aber deutlich besser. „Saisonbedingt sind die Betriebe mit ihrer Einschätzung noch vorsichtig“, meint Ulrich Bopp, Präsident der Handwerkskammer. „Da ist aber noch viel Luft nach oben“, ist er sich sicher. Denn für die kommenden Monate zeigen sich die befragten Handwerker wieder optimistisch. Kein einziger erwartet, dass seine Geschäfte sich verschlechtern.

Verhaltener Optimismus trotz vieler Aufträge

Obwohl das sehr gute Ergebnis des Vergleichsquartals 2017 nicht mehr erreicht wurde, bewerten rund 59 Prozent der Handwerker in der Region Heilbronn-Franken ihre aktuelle Situation gut. 2017 waren es allerdings noch 70 Prozent. Knapp elf Prozent der Handwerker gaben an, dass die Geschäfte schlecht liefen. Ein Jahr zuvor meinten das nur knapp vier Prozent. Für die nächsten Monate rechnen etwas mehr als die Hälfte der Befragten mit keiner Veränderung ihrer Geschäftslage. Bessere Geschäfte erwarten rund 48 Prozent. Kein einziger Handwerker glaubt, dass seine Lage schlechter wird.

Die Auftragsbücher der Handwerksbetriebe bestätigen die eher verhaltene Einschätzung der Lage nicht. Rund 40 Prozent der Befragten berichteten von steigenden Aufträgen. Bei 18 Prozent gingen in den letzten Monaten weniger Aufträge ein. 2017 verzeichneten 33 Prozent der Handwerker steigende Aufträge, bei knapp 22 Prozent sanken diese. Mehr als die Hälfte der Betriebe rechnet auch in den kommenden Monaten mit mehr Aufträgen. Nur knapp drei Prozent befürchten einen Rückgang. Beide Werte liegen damit leicht über dem Niveau des Vorjahres, als 49 Prozent mit steigenden und zwei Prozent der Befragten mit sinkenden Aufträgen rechneten.

 

Hohe Auslastung sorgt nicht bei allen für steigende Umsätze

Die gute Auftragslage hat auch die Auslastung der Betriebe weiter steigen lassen. Der Anteil der Betriebe, die bereits über ihre Kapazitätsgrenze hinaus arbeiten, hat sich innerhalb eines Jahres von knapp sechs auf nun zwölf Prozent verdoppelt. Mit rund 40 Prozent ist auch die Anzahl der Betriebe mit einer hohen Auslastung (81 bis 100 Prozent) um fast zehn Prozentpunkte gestiegen. Größere freie Kapazitäten hat nur noch etwa die Hälfte der befragten Handwerker.

Die Umsätze haben sich im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls leicht verbessert. Jedoch verzeichneten mehr Betriebe in der Region sinkende (38 Prozent) als steigende (30 Prozent) Umsätze. Zu Beginn des letzten Jahres zeigte sich allerdings ein ähnliches Bild als jedes vierte Handwerksunternehmen ein Umsatzplus (25 Prozent) und jedes dritte ein Umsatzminus (33 Prozent) meldete. Zwei Drittel der Betriebe rechnen jedoch damit, dass ihre Umsätze in den nächsten Wochen steigen werden. Nur knapp drei Prozent gehen von sinkenden Umsätzen aus.

 

Weniger Beschäftigte, stabile Investitionen

Bei den Beschäftigten mussten die Handwerker in der Region einen Rückgang hinnehmen. Knapp elf Prozent haben weniger Mitarbeiter, rund neun Prozent konnten mehr Menschen beschäftigen. Rund zwölf Prozent möchten aber in den nächsten Wochen mehr Mitarbeiter einstellen. Nicht einmal ein Prozent gibt an, dass die Zahl seiner Mitarbeiter sich verringern wird.

Bei den Investitionen setzen die Betriebe in der Region auf Kontinuität. Die Mehrheit der Handwerker hat in gleichem Umfang investiert wie zuvor (63 Prozent). Fast genauso viele wollen auch in den nächsten Monaten im bisherigen Umfang investieren. Erhöht haben ihr Budget im ersten Quartal 2018 rund 16 Prozent der Befragten, während rund 20 Prozent der Betriebe ihr Budget verringert haben. Fast 37 Prozent haben sich vorgenommen, in den nächsten Wochen mehr Geld in ihren Betrieb zu stecken. Nur jeder zehnte plant, seine Investitionen zu verringern.

  Weitere Informationen

Die vollständigen Ergebnisse der aktuellen Umfrage finden Sie im Konjunkturbericht: