Mann hält Euroscheine in der Hand
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Knapp 40 Millionen Euro Soforthilfe für das Handwerk

Pressemitteilung der Handwerkskammer vom 19. Juni 2020

Die Nachfrage auf die Soforthilfe Corona war groß. Rund 5.800 Anträge sind bei der Handwerkskammer Heilbronn-Franken eingegangen. Insgesamt wurden knapp 40 Millionen Euro an die Handwerksbetriebe der Region von der L-Bank ausbezahlt. „Wir sind dankbar, dass das Land Baden-Württemberg ein so großes Wirtschaftsförderprogramm umgesetzt hat. Manchen Betrieben, die durch den Shutdown direkt betroffen waren, hat die finanzielle Unterstützung die Existenz gerettet“, sagt Ralf Schnörr, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Heilbronn-Franken.

Betriebe gehen mit der Soforthilfe durchaus ein Risiko ein, weiß Schnörr. „Manche Betriebe haben zur Sicherheit und aus der Not heraus die vollständige Soforthilfe beantragt“, sagt er. „Es gibt Unternehmer, die jetzt feststellen, dass sie die Krise doch nicht so hart wie, zunächst befürchtet, getroffen hat“, ergänzt der Hauptgeschäftsführer. Betrieben, die ihren Liquiditätsvorschuss nun doch nicht in voller Höhe benötigen, rät er sich schriftlich an die L-Bank zu wenden. Hier sollte man die Vorgangsnummer aus dem Bescheid der L-Bank angeben. Denn: Subventionsbetrug ist strafbar. „Ich möchte den Betrieben keine Angst machen, aber sie dennoch auf ihre Informationspflicht gegenüber der L-Bank hinweisen“, sagt Schnörr.

Nachfolgeprogramm Überbrückungshilfe

Viele Betriebe haben weiterhin mit fehlenden Einnahmen und den daraus resultierenden Liquiditätsengpässen zu kämpfen. Die Bundesregierung bietet jetzt kleinen und mittelständischen Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder in wesentlichen Teilen einstellen mussten, das Nachfolgeprogramm „Überbrückungshilfe Corona“ an. Beim Entscheid zur Förderung wird im Vergleich zur ersten Förderrunde viel genauer hingeschaut. Erstattet wird laut Bundesregierung nur, wenn ein Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer die Umsatzausfälle und die betrieblichen Fixkosten bestätigt hat. Das Programm soll eine Laufzeit von drei Monaten, von Juni bis August 2020, haben. Zuständig für die Bewilligung der Zuschüsse werden die Länder sein. 

 Weitere Informationen

Erste Eckpunkte zum Nachfolgeprogramm findet man auf der Internetseite des  Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg.

Hinweis: Eine Antragstellung ist noch nicht möglich.