Eine Frau mit Schutzmaske und ernstem Blick ist am rechten Bildrand zu sehen. Im Hintergrund Darstellungen des Coronavirus.
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Lockerung der Corona-Maßnahmen

Pressemitteilung der Handwerkskammer vom 17. April 2020

Die ersten Lockerungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, die Bund und Länder diese Woche beschlossen haben, sind ein positives Zeichen für viele der betroffenen Handwerksbetriebe. „Die Politik handelt in dieser Krise verantwortungsvoll und mit Augenmaß“, betont Ralf Schnörr, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Heilbronn-Franken. „Die Betriebe brauchen jetzt einheitliche und klare Regelungen, die schnell und transparent kommuniziert werden.“

Unterstützung bei Schutzmaßnahmen

Für viele Betriebe bleibt dabei allerdings die drängende Frage, wie sie die Vorgaben der Landesregierung umsetzen und sich mit entsprechender Schutzausrüstung ausstatten können. „Hier brauchen unsere Betriebe noch mehr Informationen. Viele haben bereits bei uns nachgefragt, wie sie das umsetzen sollen“, erklärt Ralf Schnörr. „Es kann nicht sein, dass die Beschaffung von Schutzausrüstung den Handwerksbetrieben ausschließlich selbst überlassen bleibt. Bei der angespannten Versorgungslage wäre das höchst unfair“, so Schnörr.

Arbeitsfähige Verwaltung

In den vergangenen Wochen haben zahlreiche Handwerksbetriebe unter strikter Beachtung der Vorgaben zum Gesundheitsschutz einen wichtigen Beitrag geleistet, um die Versorgung vor Ort sicherzustellen, öffentliche und private Infrastrukturen zu warten und in Gang zu halten. Dafür sind diese Betriebe aber darauf angewiesen, dass Ämter und Behörden vor Ort arbeitsfähig sind. Nicht zeitnah funktionsfähige Zulassungsstellen, Straßenverkehrs- wie auch Baubehörden drohen ganze Wertschöpfungsketten zu zerschneiden. „Dieser Missstand ist in den Beschlüssen leider völlig außen vor. Bund und Länder sind hier jedoch in der Pflicht, diese Stellen schnell wieder voll arbeitsfähig zu machen“, fordert Ulrich Bopp, Präsident der Handwerkskammer Heilbronn-Franken. Zum Teil zeige sich hier leider wie groß der Nachholbedarf bei der Digitalisierung von Verwaltungsabläufen weiterhin ist.