Ein Mann hält eine Kugel aus dunklem Holz in der Hand und zeigt sie einigen Menschen, die um ihn herum stehen.
Ramona Fritz

Lust machen auf die handgewandt'19

Drei Kunsthandwerker des Werk Forum Heilbronn gaben Einblicke in ihre Arbeiten am Pavillon des Handwerks auf der BUGA.

Im September konnten die Besucher der Bundesgartenschau (BUGA) in Heilbronn Werke der Kunsthandwerker Thomas Gustav Kenngott, Bernd Pfister und Stephan Artus Pierro im Pavillon des Handwerks bewundern. „Wir wollen mit unserer Aktion zum einen für das Kunsthandwerk werben“, sagt Stephan Artus Pierro. Zum anderen nutzen sie den Termin, um für die Messe handgewandt zu werben, die sie seit 2006 jährlich in Heilbronn veranstalten. „Die Messe läuft zwar gut, aber ein paar Besucher mehr können nicht schaden“, meint Pierro. Schlossermeister Thomas Gustav Kenngott hat deshalb, neben einigen seiner Kunstobjekte, auch eine Präsentation mitgebracht, die den BUGA-Besuchern Lust auf die handgewandt machen soll. Seine Objekte findet man auch noch anderswo auf der BUGA: „Ich bin mit zwei Grabmalen auf dem Gräberfeld vertreten, die im Wettbewerb auch mit Medaillen ausgezeichnet wurden“, so Kenngott. 

Kugeln drechseln weckt Interesse

Am Ausgang des Pavillons lässt Bernd Pfister die Späne fliegen. An der Drehbank formt er Holzquader zu Kugeln. Viele Besucher nutzen die Gelegenheit, ihm dabei zuzuschauen und Fragen zu stellen. Rund 30 Minuten braucht er für eine Kugel, „wenn ich gut gelaunt bin“, lacht Pfister, der eigentlich Orthopädiemechaniker gelernt hat. Dass er kein ausgebildeter Drechsler ist, sieht er eher als Vorteil: „Als Orthopädiemechaniker arbeitet man ja mit vielen verschiedenen Werkstoffen“, erklärt er. So arbeitet er in seine Holzgefäße schon einmal Textilelemente wie einen Reißverschluss ein. Auch spezielle Werkzeuge für seine Stücke baut er sich selbst. Alle drei Kunsthandwerker sind mit dem BUGA-Auftritt zufrieden. „Ich bin überrascht, dass so viele Besucher hier sind“, sagt Stephan Artus Pierro. Der Heilbronner Thomas Gustav Kenngott zieht auch insgesamt ein positives Fazit: „Ich bin bestimmt drei Mal in der Woche auf der BUGA. Schließlich habe ich meine Werkstatt unweit vom Eingang“, erklärt er. „Die großen Versprechungen der Planer sind in Erfüllung gegangen“, findet Kenngott.

  Weitere Informationen

  www.handgewandt.de

  Terminübersicht

Kunstvoll geformte Objekte aus Metall stehen hintereinander in einem blauem Raum. Im Hintergrund sind Menschen zu erkennen.
Ramona Fritz