Ein junger Mann sitzt in einer Wohnung an einem Schreibtisch vor einem Laptop und schaut konzentriert auf den Bildschirm.
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Corona-Arbeitsschutzverordnung

Die Bundesregierung hat zusätzliche Maßnahmen verabschiedet, um den Gesundheitsschutz der Beschäftigten zu gewährleisten. Unter anderem gilt: Homeoffice überall da, wo es möglich ist. Außerdem finden Sie hier Informationen zu Arbeitsschutzmaßnahmen einzelner Branchen.

Das Bundeskabinett hat am 10. März die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) bis einschließlich 30. April verlängert. Dabei wurden auch einige Bestimmungen ergänzt beziehungsweise verändert. Der Beschluss sieht Folgendes - in Ergänzung der bereits bestehenden SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregeln - vor:

Corona-Arbeitsschutzverordnung des Bundesarbeitsministeriums

Erstellung eines Hygienekonzeptes

Neu aufgenommen wurde eine Bestimmung zu betrieblichen Hygienekonzepten, die Betriebe auf der Grundlage der Gefährdungsbeurteilung und unter Berücksichtigung der SARSCoV-2-Arbeitsschutzregel erstellen und vorweisen müssen. In diesem müssen die Maßnahmen zum betrieblichen Infektionsschutz festgelegt werden. Das Hygienekonzept ist in der Arbeitsstätte in geeigneter Weise zugänglich zu machen und die Beschäftigten sind bzgl. der festgelegten Schutzmaßnahmen zu unterweisen.

Maßnahmen zur Kontaktreduzierung im Betrieb
  • Arbeitgeber haben ihren Beschäftigten im Falle von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten anzubieten, diese Tätigkeiten in deren Wohnung auszuführen, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen (Homeoffice).
  • Betriebsbedingte Zusammenkünfte mehrerer Personen sind auf das betriebs-notwendige Minimum zu reduzieren.
  • Müssen Räume von mehreren Personen gleichzeitig genutzt werden, müssen pro Person 10 m² zur Verfügung stehen. Das gilt auch für Pausenräume. Wo dies nicht möglich ist, müssen Lüftungsmaßnahmen, Abtrennungen, Maskenpflicht und sonstige im Hygienekonzept ausgewiesene Maßnahmen als konkrete Schutzmaßnahme
    vorliegen.
  • In Betrieben ab 10 Beschäftigten müssen diese in möglichst kleine, feste Arbeitsgruppen eingeteilt werden.
Verpflichtung medizinische Masken zur Verfügung zu stellen
Arbeitgeber müssen ihren Beschäftigten medizinische Gesichtsmasken zur Verfügung stellen. Es wird festgelegt, dass es sich hierbei um medizinische Gesichtsmasken (Mund-Nase-Schutz), FFP2-Masken oder um in der Anlage zur Verordnung näher bezeichnete vergleichbare Atemschutzmasken handeln kann. In Gebäuden ist auf dem Weg vom und zum Arbeitsplatz eine Maske zu tragen

 Weitere Informationen

Den aktuellen Entwurf der Verordnung sowie häufig gestellte Fragen (FAQ) finden Sie beim:

 Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Mustervorlagen für Gefährdungsbeurteilungen und Handlungspläne zur Umsetzung der Corona-Arbeitsschutzvorgaben, gibt es oft bei Berufsgenossenschaften (BG). Eine Übersicht der BGs gibt es auf der Webseite der Deutschen Gesetzlichen  Unfallversicherung (DGUV):

  www.dguv.de

Arbeitsschutzmaßnahmen auf Baustellen

Für die Arbeit auf Baustellen hat das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg gemeinsam mit dem Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg eine Richtlinie zur Eindämmung der Übertragung des Corona-Virus herausgegeben. Die Regeln gelten für Baustellen im öffentlichen Raum, auf Betriebsarealen und auch für private Bauten.

Aktuelle Informationen zum Umgang mit dem Coronavirus, Tipps und Hinweise für Bauunternehmen gibt es außerdem auf der Webseite der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU).

Arbeitsschutzmaßnahmen für Friseure und Kosmetiker

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hat einen Branchenstandard für Friseurbetriebe sowie für Kosmetikstudios entwickelt, der beschreibt welche Schutzmaßnahmen getroffen werden sollten. 

Hierzu zählt auch, dass Kontaktdaten der Kunden erfasst werden, damit das Gesundheitsamt im Falle einer Ansteckung die Infektionsketten nachvollziehen kann. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) stellt Friseurbetrieben dazu ein Informationsblatt sowie eine Mustervorlage zur Datenerfassung zu Verfügung.