Ein Mann stützt sich auf seinem Arm ab und blickt nachdenklich auf sein Werkzeug.
iStock.com/Portra

Nicht verzagen, lieber im BTZ nachfragen

Manchmal kommen Betriebe bei einem Problem alleine nicht weiter. Forschungseinrichtungen oder Hochschulen können eine Hilfe sein. Den Kontakt zu den passenden Ansprechpartnern stellt das BTZ her.

Handwerk und Wissenschaft – das sind doch zwei verschiedene Welten. Im Handwerk arbeiten die Praktiker, in der Wissenschaft die Theoretiker. Jeder bleibt am liebsten in seiner eigenen Welt. Aber was, wenn in der Welt der Wissenschaft Ideen zu finden sind, die handwerkliche Produkte besser machen oder die Produktion im Betrieb optimieren? Wenn Handwerk und Wissenschaft sich verbinden, wenn Erfahrungen und Wissen ausgetauscht werden, dann können ganz neue, spannende Welten entstehen. Zugegeben, das ist nicht immer leicht. Wer hat was entwickelt? Welche Forschungsergebnisse liegen bereits vor? Um das herauszufinden, ist manchmal eine Brücke notwendig, die einem hilft, auf die andere Seite zu kommen.

 Weitere Informationen

 Technologietransfer

Der Brückenbauer

Diese Brücke baut bei der Handwerkskammer Heilbronn-Franken Sven Rank. Er ist Beauftragter für Innovation und Technologie. Sein Ziel: Handwerker bei der Lösung ihrer spezifischen Probleme, bei der Entwicklung neuer Produkte und der Einführung moderner Fertigungsverfahren zu unterstützen. Die Brücke, die er Handwerkern zur Verfügung stellt, steht auf mehreren Pfeilern. Einer davon heißt Weiterbildung.

Ihr Ansprechpartner

B. Eng. Sven Rank
Bildungs- und Technologiezentrum

Tel. 07131 791-2706
Fax 07131 791-2597
Sven.Rank--at--btz-heilbronn.de

Auf dem aktuellen Stand bleiben

"Im Bildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer bieten wir Kurse an, mit denen sich Handwerker auf den aktuellen technischen Stand bringen können", so Rank. Zum Beispiel Schulungen zum richtigen Umgang mit Asbest. Bis in die 90er-Jahre wurde Asbest als Dämmstoff verwendet. Heute weiß man, dass er stark krebserregend wirkt. Seine Verwendung ist verboten. Bei der Entsorgung von altem Material müssen einige Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Welche genau, erfahren Handwerker in einer Schulung im BTZ. Für Kfz-Betriebe plant Rank derzeit ein Seminar für den Umgang mit Fahrerassistenzsystemen. Diese Systeme, im Englischen auch Advanced Driver Assistance System (ADAS) genannt, sollen Fahrer von Pkws und Lkws beim Führen des Fahrzeugs unterstützen. Beispiel Abstandsradar: Verringert sich der Abstand zu einem Fahrzeug, sorgt der Radar dafür, dass der Tempomat automatisch Gas wegnimmt und die Bremse aktiviert. Kommt ein Auto mit einem Abstandsradar nach einem Unfall in die Werkstatt, müssen das Radarsystem und die Kameras im Fahrzeug wieder neu aufeinander abgestimmt werden. Wie das funktioniert, müssen Betriebe sich erst noch aneignen.

Weitere Informationen

 Kurse & Seminare finden

Das Wissen anderer nutzen

Sven Rank muss neue Technologien stets im Blick haben. Um beurteilen zu können, ob sie sich durchsetzen oder ob sie von anderen Technologien überholt werden, kommt Pfeiler Nummer zwei zum Tragen, das Networking. H2 Innovationslabor, Lernfabrik 4.0, Beraternetzwerk aller Beauftragten für Innovation und Technologie bundesweit. Das sind nur drei Beispiele für Netzwerke, innerhalb derer Entwicklungen beobachtet und Trends aufgespürt werden. Genauso wie bei der Zusammenarbeit mit den Transferstellen an Hochschulen, der Steinbeis-Stiftung oder der Fraunhofer-Gesellschaft. Pfeiler Nummer drei.

Dort steht enormes Know-how zur Lösung technischer Probleme zur Verfügung. "Auch im Handwerk steckt viel Potential, um Produkte und Prozesse mithilfe von Digitalisierung zu verbessern", weiß Rank.  "Das Handwerk braucht den technologischen Wandel. Er sorgt dafür, dass unsere Betriebe in einer globalisierten Wirtschaft wettbewerbsfähig bleiben“, ist sich Rank sicher. Deshalb sein Tipp: "Nutzen Sie die Möglichkeiten des Technologietransfers im BTZ. Gerne auch bei einer individuellen Beratung mit mir.“