Weiterbildung bei der Handwerkskammer Mit fachkundiger Beratung neue Aufträge gewinnen

Gebäudeenergieberater dürfen Energieausweise ausstellen und sind Experten für energieeffizientes Bauen und Sanieren - jetzt Kurs buchen.

Ein Mann steht auf einem Gerüst und hält eine Wasserwage an die Fassade eines Hauses.
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Das Bauamt, die Hausbank oder der neue Mieter – sie alle wollen einen Energieausweis sehen. Er dokumentiert den energetischen Zustand eines Gebäudes und legt den Energiebedarf für Heizung und Warmwasser offen. Für Immobilienbesitzer ist der Ausweis Pflicht, sobald ein Gebäude neu entsteht, saniert, verkauft oder vermietet wird.

Weiterbildung im BTZ

Ausstellen dürfen Energieausweise neben Architekten auch Gebäudeenergieberater. Die Handwerkskammer bietet die Weiterbildung zum Gebäudeenergieberater (HWK) seit 2002 in ihrem Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) in Heilbronn an. Mehr als 500 Handwerkerinnen und Handwerker haben den Lehrgang in den vergangenen Jahren bereits erfolgreich durchlaufen.

„Handwerker, die den Kurs absolvieren, können aber viel mehr als nur Ausweise erstellen“, erklärt Wolfgang Schwab, Dozent und Prüfungsausschussvorsitzender. Die Teilnehmer seien in der Lage, Hausbesitzer umfassend zu beraten, wie sie den Energiebedarf ihrer Immobilie reduzieren können. Dabei beachten sie nicht nur die Vorgaben, die beispielsweise das Gebäudemodernisierungsgesetz nennt, sondern können auch über Fördermittel, die für die Maßnahmen infrage kommen, informieren.

Schwab ist sich sicher, dass der Beratungsbedarf in Zukunft weiter steigen werde. Schließlich müsse Deutschland noch die EU-Vorgaben zur Sanierung von Nichtwohngebäuden umsetzen. „Auch diese Eigentümer werden auf das Wissen von Experten angewiesen sein.“

Handwerker können diese Fachkenntnisse in einem sechsmonatigen Teilzeitkurs in Heilbronn erwerben. Der Unterricht findet freitagabends und samstags im BTZ statt. Auf dem Lehrplan stehen Bauphysik, Bauwerk und Baukonstruktion, technische Anlagen sowie gesetzliche Vorgaben.

Hoher Praxisanteil

Bei all dem theoretischen Wissen, dürfe aber die Praxis nicht zu kurz kommen, betont Schwab. Deshalb wird in Heilbronn der Sanierungsfahrplan, den jeder Teilnehmer im Laufe des Kurses erstellen muss, für ein echtes Modernisierungsprojekt erstellt. Und nicht – wie es häufig bei anderen Anbietern der Fall ist – für ein fiktives Gebäude. So könne vor Ort gemeinsam geübt werden, wie Daten an einem bereits vorhandenen Gebäude erhoben werden. „Bevor die Teilnehmer anschließend konkrete Maßnahmen planen können, müssen sie noch die Wünsche und das Budget des Kunden erfragen. Auch das üben wir auf der Baustelle inklusive Feedbacks von mir“, erklärt Schwab.

Zum Praxisteil des Kurses gehören außerdem eine Exkursion zu einem Hersteller, der Besuch eines Energieberatungsbüros und die Durchführung eines Blower-Door-Tests, mit dem die Luftdichtheit eines Gebäudes geprüft wird. „Der hohe Praxisbezug sorgt dafür, dass unsere Teilnehmer direkt nach Abschluss des Kurses in die Beratung einsteigen können“, so Schwab. „Falls dennoch Fragen auftauchen, stehen wir Dozenten auch nach dem Kurs gerne mit Rat und Tat zur Seite.“

Hier geht’s zur Kursbuchung: Gebäudeenergieberater (HWK)

Pressemitteilung der Handwerkskammer vom 10. August 2026



Telefon 07131 791-2706
christian.scholder@btz-heilbronn.de