Marketinginstrument Das Kürzel für meisterliche Qualität

Handwerksmeister können mit der Abkürzung „me.“ auf ihre Qualifikation aufmerksam machen

Ann-Kathrin Ott

Wer die Meisterschule besucht, investiert Zeit und Geld, absolviert mehrere Prüfungen und fertigt ein Meisterstück an. Das ist anstrengend – aber wer die Meisterprüfung besteht, beweist Können und Durchhaltevermögen. Der Titel „Meister im Handwerk“ ist etwas Besonderes und verdient besondere Beachtung. Aus diesem Grund hat die Handwerkskammer Wiesbaden vor einigen Jahren die Kurzbezeichnung „me.“ für „Meister im Handwerk“ markenrechtlich schützen lassen. Sie gilt bundesweit als Hinweis auf den Meistertitel, egal wo in Deutschland die Prüfung abgelegt wurde. Das Kürzel kann unkompliziert genutzt werden – ohne Beantragung oder Gebühren.

Mit Kunden ins Gespräch kommen

Steffen Hänisch aus Külsheim hat vor zwei Jahren die Meisterprüfung im Hörakustikerhandwerk abgelegt und nutzt seitdem die Bezeichnung „me.“ auf seiner Visitenkarte und auf seinem Namensschild. Meister im Handwerk – dieser Titel stehe für Qualität und Zuverlässigkeit. „Das wissen auch Kunden“, ist sich Hänisch sicher. Deshalb war es ihm wichtig, auf seine Qualifikation hinzuweisen und sie als Marketinginstrument zu nutzen. Kunden hätten schon oft nachgefragt, wofür das Kürzel stehe. In den Gesprächen darüber habe sich immer gezeigt, dass der Meistertitel ein hohes Ansehen genieße und Vertrauen schaffe, so Hänisch.

Der 49-Jährige hat nach der Schule eine Ausbildung zum Industrieelektroniker absolviert. Mit Anfang 30 startete er beruflich noch einmal neu durch und machte eine Ausbildung zum Hörakustiker bei Optik Schäfer-Nohe. Mittlerweile arbeitet er dort als Bereichsleiter und ist zuständig für die Filialen in Buchen, Tauberbischofsheim und Wertheim.

Hänisch engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich im Handwerk. 2012 wurde er für die Arbeitnehmerseite in die Vollversammlung der Handwerkskammer Heilbronn-Franken gewählt und ist Mitglied im Berufsbildungsausschuss der Kammer. Seit 2024 vertritt er die Interessen der Arbeitnehmer auch im Vorstand der Handwerkskammer.

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