
Die 50 besten Junggesellinnen und -gesellen aus dem Kammergebiet der Handwerkskammer Heilbronn-Franken haben dank ihrer hervorragenden Leistungen bereits die erste Hürde bei der Deutschen Meisterschaft im Handwerk gemeistert und dürfen sich nun Kammersieger nennen. Für sie geht der Wettbewerb nun auf Landesebene weiter. Dort messen sie sich mit den anderen Teilnehmern der baden-württembergischen Handwerkskammern. Die Landesbesten kämpfen im Anschluss beim Bundeswettbewerb um den Bundessieg.
Leistungen im praktischen Teil ausschlaggebend
„Wir drücken allen Teilnehmern aus unserem Kammergebiet die Daumen und hoffen, dass wir wieder möglichst viele Landes- und Bundessiege in die Region Heilbronn-Franken holen“, sagt Ralf Rothenburger, Präsident der Handwerkskammer Heilbronn-Franken. „Die Deutsche Meisterschaft ist eine tolle Möglichkeit für unsere Nachwuchshandwerker, ihr Können unter Beweis zu stellen und zu zeigen, was sie während ihrer Ausbildung gelernt haben.“
In den Ausbildungsberufen Elektroniker, Tischler und Zimmerer wurden die Kammersieger anhand von praktischen Aufgaben ermittelt. In den übrigen Gewerken wurden die Jahrgangsbesten anhand ihrer Leistungen im praktischen Teil der Abschluss- oder Gesellenprüfung ermittelt.
Knifflige Aufgaben für Elektroniker, Tischler und Zimmerer
Die Elektroniker der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik standen vor der Aufgabe, innerhalb von fünf Stunden verschiedene Elemente eines Kundenauftrags zu montieren. Der Wettbewerb fand im Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der Handwerkskammer Heilbronn-Franken statt. Angelina Bissinger aus Ingelfingen erfüllte diese Aufgabe am besten und holte sich den Kammersieg. Sie absolvierte ihre Ausbildung bei Elektro Munz in Schrozberg.
Die jahrgangsbesten Tischlerinnen und Tischler mussten in der Holzwerkstatt des BTZ einen hölzernen Tisch-Nussknacker bauen. Hier setzte sich Silas Seber aus Wüstenrot vom Ausbildungsbetrieb Marcel Waldbüßer gegen die Konkurrenz durch und wurde Kammersieger.
Die Zimmerer standen vor der Herausforderung, eine Kehlecke mit schräger Giebelbohle zu errichten. Hier sicherte sich der Bretzfelder Andreas Funk den Kammersieg. Er wurde bei der Firma Scheu in Bretzfeld ausgebildet.
Für die Teilnehmer der Wettbewerbe bei den Zimmerern und Tischlern gab es neben Urkunden auch Sachpreise. Sie wurden von den Firmen Würth (Tischler) sowie Bort & Herkert (Zimmerer) zur Verfügung gestellt.
Teilnahmebedingungen
Die Deutsche Meisterschaft im Handwerk findet seit 1951 statt. Teilnehmen können junge Handwerkerinnen und Handwerker, die ihre Abschluss- oder Gesellenprüfung in der Prüfungszeit Winter (Vorjahr) bis zum Sommer des Wettbewerbsjahres abgelegt haben und zum Prüfungszeitraum das 28. Lebensjahr nicht vollendet haben. Außerdem müssen sie im praktischen Prüfungsteil mindestens einen Notendurchschnitt von 2,4 erreicht haben.
Weitere Informationen und die Liste aller Kammersieger 2026 unter www.hwk-heilbronn.de/dmh
Pressemitteilung der Handwerkskammer vom 1. Oktober 2026