Absicherung bei Forderungsausfall
Ein Tischlerbetrieb baut maßgefertigte Büromöbel für einen Großkunden. Die Möbel werden eingebaut und die Rechnung wird gestellt. Dann meldet der Kunde vor Zahlung der Rechnung jedoch Insolvenz an. Ein SHK-Betrieb installiert eine Wärmepumpe. Nach Abschluss des Auftrags gerät der Kunde in Zahlungsverzug. Oder ein Malerbetrieb führt Arbeiten an einem Neubau durch. Nach ordnungsgemäßer Abnahme der Arbeiten, weigert sich der Auftraggeber aufgrund angeblicher Mängel, die Rechnung zu bezahlen. Verzögert sich eine Zahlung oder fällt sie gar aus, kann dies die Existenz von Betrieben bedrohen. Selbst gesunde Betriebe können in finanzielle Schwierigkeiten geraten, wenn Rechnungen nicht beglichen werden. Eine Forderungsausfallversicherung schützt in diesen Fällen vor finanziellen Schäden.
Die Forderungsausfallversicherung leistet bei Zahlungsverzug, Zahlungsausfall und Insolvenz und sorgt dafür, dass Personal, Miete und Warenlieferungen auch weiterhin bezahlt werden können. Sie sichert fällige und in Rechnung gestellte Forderungen aus Warenlieferungen, Werk- und Dienstleistungen ab und schützt so die Liquidität, die Bonität und die Erträge. Durch die integrierte Bonitätsprüfung sind auch neue Geschäftsbeziehungen abgesichert.
Eingeschlossen in die Forderungsausfallversicherung sind neben der Bonitätsprüfung auch die Entschädigung bei Forderungsausfall im In- und Ausland sowie die Mitversicherung von Forderungen gegenüber privater Kundschaft. Je nach Anbieter übernimmt die Forderungsausfallversicherung auch die Rechtsverfolgung, wenn Kunden berechtigte Forderungen bestreiten, und schützt zudem bei Auslandsgeschäften im Fall einer offenen Rechnung ohne Insolvenz.