Mann in Arbeitskleidung sägt mit einer großen maschinellen Säge einen Steinblock in einer Werkstatt.
www.amh-online.de/Sascha Schneider

Positive Entwicklung zum Jahresende

Pressemitteilung der Handwerkskammer vom 4. Februar 2022

Trotz vieler Unsicherheiten bewerten die meisten Handwerksbetriebe ihre Geschäftslage gut. Das zeigen die Ergebnisse der Konjunkturumfrage der Handwerkskammer, die Mitte Januar durchgeführt wurde. „Gestörte Lieferketten und steigende Preise bremsten viele Betrieben aber in ihrer Arbeit aus“, bemängelt Ulrich Bopp, Präsident der Handwerkskammer Heilbronn-Franken. „Dazu kamen noch die Entwicklung der Corona-Pandemie mit neuen Virusvarianten und eine neue Bundesregierung, die die Rahmenbedingungen für viele Handwerksbetriebe derzeit schwer vorhersehbar machen“, so Bopp. Trotzdem ist die Stimmung insgesamt besser als vor einem Jahr und viele der befragten Betriebe blicken zuversichtlich auf die nächsten Monate. „Dabei brauchen unsere Betriebe aber unbedingt mehr Verlässlichkeit. Ein kurzfristiger Stopp von Förderprogrammen, wie zuletzt für effiziente Gebäude, führt zu einem Vertrauensverlust und nimmt Betrieben die Basis, auf der sie planen können“, mahnt der Kammerpräsident.

Geschäftsentwicklung

Zwei Drittel der befragten Betriebe berichteten im vierten Quartal 2021 von einer guten Geschäftsentwicklung (66,2 Prozent, Vorjahr: 61,9 Prozent). Rund ein Fünftel war zufrieden (21,8 Prozent, Vorjahr: 19,9 Prozent). Etwa jeder Achte klagte über schlechte Geschäfte (12,1 Prozent, Vorjahr: 18,3 Prozent). Für die nächsten Wochen rechnet jeder Sechste mit besseren Geschäften (16,6 Prozent, Vorjahr: 11,4 Prozent), nur jeder Zehnte erwartet, dass sie sich verschlechtern (10 Prozent, Vorjahr: 34,8 Prozent). Drei Viertel der Handwerker (73,4 Prozent; Vorjahr: 53,8 Prozent) rechnen mit einer gleich bleibenden Geschäftslage.

Auftragsentwicklung

Die Auftragslage hat sich im Vergleich zum Vorjahr erholt. In den letzten drei Monaten freuten sich 29,4 Prozent (Vorjahr: 23,9 Prozent) der Betriebe über vollere Auftragsbücher, während 18,6 Prozent (Vorjahr: 38,4 Prozent) weniger Aufträge verzeichneten. Daher sind die Handwerker auch optimistischer hinsichtlich der künftigen Entwicklung. Mit einem höheren Auftragsaufkommen kalkulieren derzeit 29,9 Prozent der Befragten (Vorjahr: 17,1 Prozent), während sich 15,8 Prozent (Vorjahr: 32,1 Prozent) auf Auftragsrückgänge einstellen.

Betriebsauslastung

Knapp die Hälfte der Betriebe war in den letzten Monaten sehr gut ausgelastet (47,7 Prozent, Vorjahr: 44,1 Prozent). Etwa ein Viertel der Betriebe verzeichnete eine gute Auslastung (24,4 Prozent, Vorjahr: 20,5 Prozent). Der Anteil der Betriebe mit größeren freien Kapazitäten sank im Jahresverlauf auf 14,2 Prozent (Vorjahr: 21 Prozent). Über ihre eigentlichen Kapazitäten ausgelastet waren 13, 7 Prozent (Vorjahr: 14,4 Prozent).

Umsatzentwicklung

In den letzten Wochen haben sich die Umsätze der Betriebe besser entwickelt als im Vorjahr. 38,1 Prozent der Befragten (Vorjahr 36,7 Prozent) konnten sich über mehr Umsatz freuen. Bei 12,5 Prozent (Vorjahr: 29,4 Prozent) waren die Umsätze gesunken. Für die nächsten Wochen rechnet jeder dritte Betrieb (32,1 Prozent; Vorjahr: 15,2 Prozent) mit einem Umsatzplus. Nur jeder fünfte der regionalen Handwerker erwartet ein Umsatzminus (21,2 Prozent; Vorjahr: 34,3 Prozent).

Beschäftigte

In den vergangenen drei Monaten hatten 7,4 Prozent der Befragten (Vorjahr: 5,8 Prozent) mehr Mitarbeiter. Bei 6 Prozent (Vorjahr: 10,9 Prozent) verkleinerte sich die Belegschaft. Für die nächsten Wochen planen 9,5 Prozent der Befragten (Vorjahr: 10,7 Prozent) mit mehr Mitarbeitern und 7,9 Prozent mit weniger Personal (Vorjahr: 7,8 Prozent).

 Weitere Informationen

Die vollständigen Ergebnisse der aktuellen Umfrage finden Sie im Konjunkturbericht.