Ein Teil des Daches eines Fertighauses wird mit dem Kran auf den Rohbau gesetzt. Zwei Bauarbeiter stehen auf dem Gerüst.
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Vorsichtiger Aufwärtstrend in der Region

Pressemitteilung der Handwerkskammer vom 2. Oktober 2020

In der Breite ist das Handwerk nicht so stark wie erwartet von der Krise aufgrund der Corona-Pandemie getroffen worden. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage der Handwerkskammer. „Zugpferd ist dabei weiterhin das Bau- und Ausbaugewerbe“, erklärt Ulrich Bopp, Präsident der Handwerkskammer Heilbronn-Franken. „Insgesamt hat sich die Auslastung der Betriebe im Handwerk gegenüber dem Vorjahr allerdings verschlechtert“, stellt Bopp fest. Entsprechend verhalten blicken viele Betriebe auf die nächsten Wochen und Monate. Dass sich die Zahl der Beschäftigten im Handwerk der Region trotzdem erhöht hat, freut den Kammerpräsidenten besonders. „Das zeigt, dass die Betriebe auch in Krisenzeiten wissen, wie wichtig gute Fachkräfte sind“, betont Ulrich Bopp.

Geschäftsentwicklung

Rund die Hälfte der befragten Betriebe bewerteten ihre Geschäftslage im dritten Quartal 2020 mit gut (52,3 Prozent, Vorjahr: 77,4 Prozent). Bei rund einem Sechstel der Handwerker liefen die Geschäfte schlecht (16,4 Prozent, Vorjahr: 5,3 Prozent). Für die nächsten Wochen erwartet die Mehrheit der Befragten kaum Änderungen (58,9 Prozent, Vorjahr: 64,1 Prozent). Rund 29 Prozent erwarten bessere Geschäfte (Vorjahr: 27,2 Prozent). 12 Prozent gehen von schlechteren Geschäften aus (Vorjahr: 8,7 Prozent).

Auftragsentwicklung

Bei den Aufträgen halten sich Plus und Minus die Waage. Je rund ein Viertel der Befragten verzeichnete steigende (24,7 Prozent, Vorjahr: 24,4 Prozent) beziehungsweise sinkende Aufträge (24,8 Prozent, Vorjahr: 16,5 Prozent). Für die kommenden Wochen erwarten 39,4 Prozent der Handwerker mehr Aufträge (Vorjahr 31,9 Prozent), während 14 Prozent von weniger Aufträgen ausgehen (Vorjahr: 6,4 Prozent).

Betriebsauslastung

Die mäßige Auftragslage hat sich auf die Auslastung der Betriebe in der Region ausgewirkt. Während sich der Anteil der Betriebe mit einer hohen Auslastung (81 und 100 Prozent) fast halbierte (36,1 Prozent, Vorjahr: 62,5 Prozent), hat sich der Anteil der Betriebe mit größeren freien Kapazitäten im Jahresverlauf mehr als verdreifacht (22,5 Prozent, Vorjahr: 6,4 Prozent). Allerdings stieg auch der Anteil der Betriebe, die über ihrer Kapazitätsgrenze arbeiteten im Vergleichszeitraum von 11,9 Prozent auf 16,3 Prozent. Einen Auslastungsgrad zwischen 61 und 80 Prozent meldeten ebenfalls mehr Befragte als vor einem Jahr (25,2 Prozent; Vorjahr: 19,1 Prozent).

Fünf Säulen zeigen in einem Diagramm die Entwicklung der Betriebsauslastung im Handwerk der Region von 2019 bis 2020.
Ramona Fritz

Umsatzentwicklung

Die Umsätze des regionalen Handwerks entwickelten sich in den letzten Wochen wenig dynamisch. So haben 31,4 Prozent der Betriebe ein Umsatzplus verbuchen können (Vorjahr 29,3 Prozent), während 29,6 Prozent der Befragten Umsatzeinbußen verkraften mussten (Vorjahr: 16,1 Prozent). Für das nächste Quartal zeigen sich die Handwerker im Kammbezirk Heilbronn-Franken ähnlich zuversichtlich wie vor einem Jahr. Dass ihre Umsätze steigen werden, glauben derzeit 42,4 Prozent der Befragten (Vorjahr: 40,8 Prozent). Nur 12,6 Prozent der Betriebe befürchten, dass ihre Umsätze zukünftig sinken (Vorjahr: 10,2 Prozent).

Beschäftigte

In den letzten drei Monaten haben 12,7 Prozent der regionalen Handwerksbetriebe ihre Belegschaft vergrößert (Vorjahr: 10,8 Prozent). Bei 4,9 Prozent verringerte sich im selben Zeitraum das Personal (Vorjahr: 7,4 Prozent). In den kommenden Monaten planen 5,2 Prozent der Befragten mehr Personal ein (Vorjahr: 4,7 Prozent). Ihre Belegschaft verkleinern wollen dagegen 4,0 Prozent der Betriebe (Vorjahr: 3,9 Prozent).

  Weitere Informationen

Die vollständigen Ergebnisse der aktuellen Umfrage finden Sie im Konjunkturbericht.