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Arbeitssicherheit & Gesundheitsschutz

Am Thema Arbeitsschutz kommt kein Betriebsinhaber vorbei - es bedeutet die Beschäftigten vor arbeitsbedingten Sicherheits- und Gesundheitsgefährdungen zu schützen. Für den Begriff Arbeitsschutz werden manchmal auch synonyme Begriffe wie "Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz" verwendet.

Rechtlichen Vorgaben des Arbeitsschutzes

Die rechtlichen Vorgaben des Arbeitsschutzes ergeben sich unter anderem aus dem

  • dem Arbeitsschutzgesetz mit seinen Verordnungen (z. B. Betriebssicherheitsverordnung, Gefahrstoffverordnung)
  • Produktsicherheitsgesetz und seinen Verordnungen (z. B. Maschinenverordnung)
  • Arbeitssicherheitsgesetz (z. B. DGUV-Vorschrift 2)

Die Vorgaben des Arbeitsschutzes werden in Baden-Württemberg überwacht durch die Gewerbeaufsicht - diese ist angesiedelt bei Landkreisen (Landratsamt) und den kreisfreien Städten - sowie durch die Berufsgenossenschaften, die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung.

Die Materie des Arbeitsschutzes ist komplex. Eine Musterlösung zur Umsetzung der Vorgaben gibt es nicht, allerdings vereinzelt branchenbezogene Unterstützungssysteme, beispielsweise das  Projekt „SIAM“  für die Berufe Tischler, Modellbauer und Glaser.

Gefährdungen am Arbeitsplatz

Im Handwerk gibt es am Arbeitsplatz viele Gefährdungen, daher ist Arbeitsschutz ist ein wichtiges Thema. Grundsätzlich liegt die Verantwortung für den Arbeitsschutz beim Inhaber eines Unternehmens. Er hat darauf zu achten, dass in seinem Betrieb alle geltenden Bestimmungen eingehalten werden, damit seine Mitarbeiter ihrer Tätigkeit ohne Gefahr für Leib und Leben nachgehen können.

Ermittlung von Gefährdungen am Arbeitsplatz
  • Baustelle, Werkstatt, Büro, Fahrten usw.
  • mechanisch, elektrisch, Gefahrstoffe, Brand und Explosion, Lärm, psychisch usw.
  • Instrument: Gefährdungsbeurteilungen
Ergebnisse auswerten und Erstellen einer Maßnahmenliste

Ausbildungsberatung Ausbildung 8127
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Maßnahmen organisieren

Können Gefährdungen nicht vermieden werden, muss auf das sicherheitsgerechte Verhalten der Beschäftigten eingewirkt werden durch:

  • organisatorische Maßnahmen
  • persönliche Schutzausrüstung
  • Unterweisung
  • Information (Betriebsanweisungen für Gefahrstoffe, Geräte, Maschinen; Hautschutzplan)

Begleitende Maßnahmen für den Arbeitsschutz

Die Umsetzung des Arbeitsschutzes im Betrieb wird unterstützt durchfolgende Punkte:

Dokumentationen
  • Befähigungsnachweise (für Gabelstapler, Krane, Hubarbeitsbühnen usw.)
  • Schweißerlaubnisscheine
  • Explosionsschutzdokument
  • und vieles mehr...
Betriebsbeauftragte
  • Ersthelfer
  • Fachkraft für Arbeitssicherheit
  • Sicherheitsbeauftragte (bei mehr als 20 Beschäftigten)
Erste Hilfe
  • Ausstattung für die Erste Hilfe
  • Verbandbuch
  • Notfallmanagement
Gefahrstoffe
  • Gefahrstoffverzeichnis
  • Sicherheitsdatenblätter
Arbeitsmittel
  • Arbeitsmittelverzeichnis (Maschinen, Leitern usw.)
  • Bedienungsanleitungen
  • Prüfpläne
Verkehrssicherheitstraining
arbeitsmedizinische Betreuung
sicherheitstechnische Betreuung
Verbesserungsvorschlagswesen

 Weitere Informationen

Zur Betriebsstättenplanung allgemein sowie weitere Informationen zum Arbeitsschutz erhalten Sie in der Broschüre.

Die verschiedenen Bezeichnungen, Rechtsgrundlagen und Informationen über Betriebsbeauftragte finden Sie im Infoblatt.



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