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Betriebsführung

In den FAQs der Handwerkskammer finden Sie Antworten auf Ihre Fragen.

Nachfolgend finden Sie die häufigsten Fragen aus dem Bereich Betriebsführung: 
Unternehmensberatung und Recht

Häufig gestellte Fragen aus dem Bereich Unternehmensberatung:

1. Wie gut ist mein Patent?

Unabhängig davon, ob Sie Ihre Erfindung selbst umsetzen oder mit anderen, sollten Sie in jedem Fall den Wert Ihrer Erfindung kennen. Zur Wertermittlung gibt es unterschiedliche methodische Ansätze. Informationen dazu und Unterstützung bekommen Sie beim Innovationsberater der Handwerkskammer.

Dipl.-Wirtsch.Ing. (FH) Uwe Schopf
Unternehmensberatung

Tel. 07131 791-175
Fax 07131 791-2575
Uwe.Schopf--at--hwk-heilbronn.de

2. Wieviel ist mein Betrieb wert?

In der Betriebswirtschaft und der aktuellen Rechtsprechung wird der Wert eines Unternehmens fast ausschließlich durch den Ertragswert ermittelt. Es werden daher in aller Regel nicht nur die im Unternehmen vorhandenen Anlagen, sondern auch die zu erwartenden Betriebsergebnisse bewertet. Durch die Projektion der bereinigten Vergangenheitsergebnisse in die Zukunft und durch die Kapitalisierung der zukünftig zu erzielenden Überschüsse wird der Ertragswert ermittelt. Die Betriebsberater der Handwerkskammer ermitteln den sogenannten  AWH-Standard , AWH steht für Arbeitsgemeinschaft der Wert ermittelnden Berater im Handwerk. Mit Hilfe dieses bundesweit standardisierten Bewertungsverfahrens wird auf Basis des Ertragswertverfahrens ein realistischer Wert für Handwerksunternehmen errechnet, der eine geeignete und faire Basis beispielsweise für Verkaufsverhandlungen bietet.

Beate Hönnige
Unternehmensberatung

Tel. 07131 791-171
Fax 07131 791-2571
Beate.Hoennige--at--hwk-heilbronn.de

3. Wie hoch ist der Verkehrswert meiner gewerblichen Immobilie, meiner Maschinen und Betriebseinrichtung?

Hierbei handelt es ich um den sogenannten Substanzwert eines Unternehmens. In einem Wertgutachten werden die Verkehrswerte des betrieblichen Anlagevermögens ermittelt. Dieser Wert kann beim Verkauf des Betriebes als Verhandlungsgrundlage dienen und ist eine wichtige Größe bei der Ermittlung eventuell anfallender Steuern.

Dipl.-Wirtsch.Ing. (FH) Uwe Schopf
Unternehmensberatung

Tel. 07131 791-175
Fax 07131 791-2575
Uwe.Schopf--at--hwk-heilbronn.de

4. Wer hilft bei der Vorbereitung zur Zertifizierung?

Der Innovationsberater der Handwerkskammer Region Heilbronn-Franken beantwortet alle Fragen zur Zertifizierung und Einführung von Qualitätsmanagementsystemen.

Dipl.-Wirtsch.Ing. (FH) Uwe Schopf
Unternehmensberatung

Tel. 07131 791-175
Fax 07131 791-2575
Uwe.Schopf--at--hwk-heilbronn.de

5. Was sollte ich bei der Betriebsübergabe beachten?

Die Betriebsübergabe ist ein komplexer Prozess. Er betrifft: familiäre, betriebswirtschaftliche, rechtliche, steuerliche und technische Aspekte. Der Betriebsübergeber sollte sich über seine persönlichen und betriebswirtschaftlichen Ziele klar sein. In beiden Fällen helfen Ihnen die Betriebsberater der Kammer weiter.

6. Welche Rechtsformen gibt es bei Handwerksbetrieben und welche ist für mich die beste? 

Die Wahl der Rechtsform muss unter Abwägung zahlreicher Kriterien getroffen werden. Allgemeine Empfehlungen kann es nicht geben. Tipps für Ihren individuellen Fall erhalten Sie bei den Betriebs- und Rechtsberatern der Kammer - am besten einen Termin vereinbaren.

Beate Hönnige
Unternehmensberatung

Tel. 07131 791-171
Fax 07131 791-2571
Beate.Hoennige--at--hwk-heilbronn.de

7. Wer hilft mir bei hohen Energie- und Umweltkosten?

Wenn die Kosten für Strom, Heizung, Wasser/Abwasser oder Abfall aus dem Ruder laufen, wird es Zeit, hier gegenzusteuern. Ein Umweltkosten-Check bringt Klarheit, wo der Betrieb steht und an welchen Stellen angesetzt werden kann. Um herauszufinden, ob die eigenen Kosten im branchenüblichen Rahmen liegen, eignet sich auch ein Energie-Check durch die Handwerkskammer .

Dipl.-Wirtsch.Ing. (FH) Uwe Schopf
Unternehmensberatung

Tel. 07131 791-175
Fax 07131 791-2575
Uwe.Schopf--at--hwk-heilbronn.de

8. Ich habe Liquiditätsprobleme. An wen kann ich mich wenden?

Liquiditätsprobleme haben verschiedene Ursachen. Wichtig ist, diese zu identifizieren. Zentrale Punkte dabei sind die Außenstände, die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten und vor allem die Hausbank. Konkrete Empfehlungen für die Verbesserung der Liquidität erhalten Sie bei den Betriebswirtschaftlichen Beratern der Kammer. Finanzielle Unterstützung gibt es durch die Hausbank, eventuell auch durch Förderprogramme.

Beate Hönnige
Unternehmensberatung

Tel. 07131 791-171
Fax 07131 791-2571
Beate.Hoennige--at--hwk-heilbronn.de



Häufig gestellte Fragen aus dem Bereich Recht

1. Ich möchte mich im Handwerk selbstständig machen. Was muss ich rechtlich tun?

Sie müssen Folgendes erledigen:

  • Eintragung bei der Handwerkskammer,
  • Gewerbeanmeldung beim Rathaus,
  • Meldung an die Berufsgenossenschaft und
  • Anmeldung beim Finanzamt.


2. Braucht man zur Selbstständigkeit noch die Meisterprüfung, auch wenn man nicht ausbildet?

Die Eintragungspflicht in die Handwerksrolle ist von der Lehrlingsausbildung unabhängig.



3. Was ist ein zulassungspflichtiges Handwerk?

Unter einem zulassungspflichtigen Handwerk versteht man Gewerbe, zu deren selbstständiger Ausübung in der Regel ein Meisterbrief notwendig ist. Diese 41 Berufe sind in der Anlage A der Handwerksordnung  aufgeführt.

Weiterführende Informationen:  Die rechtlichen Grundlagen einer Mitgliedschaft bei der Handwerkskammer  und  Berufliches Abgrenzungsverfahren



3. Was ist ein zulassungsfreies Handwerk?

Ein zulassungsfreies Handwerk kann ohne einen Qualifikationsnachweis, beispielsweise den Meisterbrief, selbstständig betrieben werden. In diesen Berufen kann jedoch ein Meisterbrief erworben werden. Die 53 zulassungsfreien Handwerksberufe sind in der Anlage B1 der Handwerksordnung  aufgeführt.

Weiterführende Informationen: Die rechtlichen Grundlagen einer Mitgliedschaft bei der Handwerkskammer  und  Berufliches Abgrenzungsverfahren



4. Was ist ein handwerksähnliches Gewerbe?

Zum handwerksähnlichen Gewerbe zählen in der Regel einfache Tätigkeiten aus dem Bereich des Handwerks, die ohne Meisterbrief selbstständig ausgeübt werden können und in denen es auch keine Möglichkeit gibt, einen Meisterbrief zu erwerben. Diese Berufe sind in der Anlage B2 der Handwerksordnung  aufgelistet.

Weiterführende Informationen: Die rechtlichen Grundlagen einer Mitgliedschaft bei der Handwerkskammer  und  Berufliches Abgrenzungsverfahren

5. Braucht man für alle handwerklichen Tätigkeiten die Meisterprüfung?

Tätigkeiten, die so einfach sind, dass sie von jedermann nach einer kurzen Anlernzeit von wenigen Tagen fehlerfrei ausgeführt werden können, bedürfen keines Qualifikationsnachweises. Die Entscheidung hierüber trifft die Handwerkskammer.



6. Braucht man zur Selbstständigkeit im Friseurhandwerk die Meisterprüfung, auch wenn man ohne eigenen Salon nur mobil Haare schneidet?

Das Friseurhandwerk ist ein zulassungspflichtiges Handwerk und man braucht dafür die Eintragung in die Handwerksrolle. Dies ist unabhängig davon, ob man einen Salon hat oder bei der Kundschaft auf Bestellung zu Hause die Haare schneidet.



7. Was ist die so genannte Altgesellenregelung?

Das ist eine Qualifikation, um sich in die Handwerksrolle eintragen lassen zu können. Man muss eine einschlägige Gesellenprüfung nachweisen, in dem Beruf sechs Jahre gearbeitet haben, davon vier Jahre in leitender Stellung. Den Antrag dafür kann man bei der Handwerkskammer stellen.



8. Muss der Handwerker während der Mängelanspruchsverjährungsfrist alle aufgetretenen Fehler auf seine Kosten beseitigen?

Nein, nur wenn es sich bei dem aufgetretenen Fehlerbild auch um einen Mangel handelt. Hierfür ist der Kunde nach Abnahme der Werkleistung beweispflichtig.



9. Muss ein mit einer Reparatur beauftragter Handwerker bezahlt werden, wenn sich die Reparatur dadurch erledigt, dass ein anderer Umstand als ein Defekt (z. B. Bedienungsfehler) für das Nichtfunktionieren ursächlich war?

Ja, er hat seinen Vertrag (Ursache suchen und beseitigen) erfüllt.



10. Müssen alle Teile, die während der Mängelverjährungsfrist kaputt gehen, kostenfrei ersetzt werden?

Nein, Teile, deren normale Lebensdauer die Laufzeit der Verjährungsfrist nicht erreicht und gemessen an ihrer eigenen Lebenserwartung nicht vorzeitig kaputtgehen, sind nicht mangelhaft gewesen. Auch liegt kein Mangel vor, wenn der Defekt vom Kunden selbst verursacht wurde (beispielsweise fehlerhafter Umgang, mangelhafte Wartung etc.).



11. Wie wird man öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger?

Die Handwerkskammer kann für das Handwerk Sachverständige öffentlich bestellen und vereidigen. Hierzu ist eine Bewerbung bei der Kammer notwendig. Wenn die rechtlichen Voraussetzungen vorliegen, dem Bewerber insbesondere der Nachweis gelingt, besonders sachkundig zu sein und er bereit ist, das Bestellungsverfahren auf seine Kosten zu durchlaufen, steht einer Bestellung nichts im Wege.